allgemeine Integrationskurse:
| Grundkurs |
+ |
Aufbaukurs |
= |
B1-Zertifikat |
|
300 Stunden |
300 Stunden |
A2-Zertifikat |
+ |
Wiederholung |
= |
B1-Zertifikat |
| |
300 Stunden |
Seit 2005 gibt es die gesetzlich festgelegte Möglichkeit einer kontinuierlichen sprachlichen Förderung für Migrantinnen und Migranten mit einer Aufenthaltserlaubnis. Bei Neuzuwanderern gibt die zuständige Ausländerbehörde eine entsprechende Bescheinigung aus. Bei Migranten, die schon länger als 3 Jahre in Deutschland leben, kann ein Kursantrag beim Bundesamt für Migation und Flüchtlinge gestellt werden. Diejenigen, die über ein geringes Einkommen verfügen, können von den Kosten für den Kurs und den Abschlusstest befreit werden. Hierfür muss jeweils ein Antrag auf Kostenbefreiung für den Kurs sowie auf Kostenbefreiung für den Abschlusstest gestellt werden. Bei der Antragstellung helfen wir gerne.
Die Förderung besteht aus 600 Stunden Deutschkurs zur Vermittlung ausreichender Sprachkenntnisse sowie 45 Stunden Orientierungskurs zur Vermittlung von Wissen über die Rechtsordnung, die Geschichte und die Kultur Deutschlands. Der Sprachkurs teilt sich in einen Basissprachkurs und in einen Aufbausprachkurs zu je 300 Stunden, die wiederum in Kursmodule zu je 100 Stunden untergliedert sind. Zudem gibt es spezielle Kurse für Jugendliche (945 Stunden) und Alphabetisierungskurse für TeilnehmerInnen, die noch nicht lesen und schreiben können.Die TeilnehmerInnen können auf Antrag einmalig 300 Stunden im Sprachkurs wiederholen, wenn sie ordnungsgemäß am Integrationskurs teilgenommen und in der Sprachprüfung das Sprachniveau B1 nicht erreicht haben. Am Ende des Integrationskurses soll sich der Kursteilnehmer selbstständig ausdrücken und verständigen, sich in der Gesellschaft zurecht finden sowie sich ohne fremde Hilfe informieren und weiter orientieren können.
Im Sprachkurs werden wichtige Themen aus dem alltäglichen Leben behandelt, z.B.:
- Arbeit und Beruf
- Ausbildung und Erziehung von Kindern
- Freizeit und soziale Kontakte
- Medien und Mobilität
- Einkaufen und Wohnen
- Gesundheit
- Ämter und Behörden.
Der Sprachkurs endet mit der skalierten Sprachprüfung "Deutsch-Test für Zuwanderer (A2-B1), kurz DTZ genannt. Der DTZ ermöglicht den Teilnehmerinnen, am Ende des Sprachkurses ihre tatsächliche Sprachkompetenz über die Kompetenzstufen A2 bis B1 nachzuweisen.
Der DTZ besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Um im Zertifikat das Sprachniveau B1 zu bekommen, müssen die TeilnehmerInnen im Prüfungsteil "Sprechen" sowie in einem der anderen beiden Prüfungsteile "Hören und Lesen" bzw. "Schreiben" das Niveau B1 erreichen.
Der Sprachprüfung schließt sich Test zum Orientierungskurs an. Besteht ein Teilnehmer sowohl die Sprachprüfung DTZ als auch den Orientierungskurstest, erhält er mit dem "Zertifikat Integrationskurs" eine Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses.
Die Integrationskurse werden als Teilzeitkurse mit 12 bzw. 16 Wochenstunden angeboten. Es gibt Kurse am Vormittag (9.00 - 12.15 Uhr), am Nachmittag (13.00 - 16.15 Uhr) sowie am Abend (17.00 - 21.30 Uhr). Bei Fragen zur Kinderbetreuung unterstützen wir gerne.
Weitere Informationen über die Berechtigung zur Teilnahme an einem Kurs sowie über die Möglichkeit, sich durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von dem Kostenbetrag befreien zu lassen geben wir Ihnen gerne.
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Jugendintegrationskurse:
Die Jugendintegrationskurse richten sich an Zuwanderer, die
- nicht mehr schulpflichtig sind,
- das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und
- den Besuch einer weiterführenden Schule oder die Aufnahme einer Ausbildung anstreben.
Wie im Allgemeinen Integrationskurs lernen die Jugendlichen Deutsch bis zum Sprachniveau B1. Darüber hinaus werden auch fachsprachliche, berufsorientierende und allgemeinbildende Inhalte vermittelt. Themen sind:
- Schule und Ausbildung
- Arbeiten und Beruf, Berufsprofile
- Familie und Zusammenleben
- Gesundheitsvorsorge
- Freizeitgestaltung
- Drogen- und Gewaltprävention
Außerdem bietet der Unterricht im Jugend-Integrationskurs viele Vorteile:
- das Lernen mit Gleichaltrigen.
- Lernen, mit dem Computer zu arbeiten.
- 945 Unterrichtsstunden.
- Lernen in kleinen Gruppen von 10 bis 15 Personen.
- Beschäftigung mit aktuellen und interessanten Themen.
- Praxisphase mit Kontakt zu Bildungseinrichtungen und Arbeitsstellen.
- Die Fahrtkosten zum Unterrichtsort können erstattet werden.
- Exkursionen.
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