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Neue Kurse bei der ZBBS

Im April und Mai starten wieder neue Integrations- und Berufssprachkurse, für die ab sofort bzw. demnächst Anmeldungen möglich sind!

Integrationskurs mit Alphabetisierung

Start: 19.04.2022  (Montag bis Donnerstag von 13:30-16:45 Uhr)
Anmeldung ab sofort möglich

Allgemeiner Integrationskurs

Start: 02.05.2022 (Montag bis Donnerstag von 13:30-17:45 Uhr)
Anmeldung ab sofort möglich

Berufssprachkurs DeuFöV B1

Start: 20.04.2022 (Montag bis Donnerstag von 09:00-13:15 Uhr)
Anmeldung ab dem 23.03.2022

weitere Informationen unter zbbs-sh.de/deutsch-lernen

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Für eine menschenwürdige und bedarfsgerechte EU-Flüchtlingsaufnahme

Gemeinsame Pressemitteilung zur Landtagsdebatte zur EU-Flüchtlingspolitik am 24. Februar

Kiel, den 23.02.2022

Schleswig-holsteinische Organisationen unterstützen Oppositionsanträge im Kieler Landtag.

Der Antidiskriminierungsverband SH, das Diakonische Werk Schleswig-Holstein, die Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, der Flüchtlingsrat, Fremde brauchen Freunde Husum, der Paritätische SH und die ZBBS unterstützen die nach Verlauten am Donnerstag, den 24. Februar (16 Uhr), im schleswig-holsteinischen Landtag diskutierten Anträge (Drs. 19/3626 und 19/3658) auf eine landespolitische Initiative zur Durchsetzung geltenden Rechts und menschenwürdigen Umgangs bei der Aufnahme Schutzsuchender an den EU-Außengrenzen. Anlass sind u.a. die im polnischen Grenzland oder in griechischen Gewässern üblichen Push Backs.

Die Organisationen unterstützen die Forderungen nach einer menschenrechtsbasierten Reform der EU-Grenzschutzagentur Frontex sowie ihrer verpflichtenden Beteiligung an der Seenotrettung im Mittelmeer, einer proaktiven Beteiligung der Mitgliedsstaaten bei der Aufnahme Geflüchteter innerhalb der EU und zur Schaffung wirksamer und von Überlebensrisiken sicherer Wege zur Einwanderung Schutzsuchender nach Europa.

Die Organisationen fordern die Landesregierung auf, mit dem Ziel einer künftig völkerrechtstreuen, humanitären und bedarfsgerechten Flüchtlingsaufnahme ihre Möglichkeiten zur Einflussnahme auf den Bund und mittelbar auf den Europäischen Rat zu nutzen.

“Die menschenverachtende Politik des belarussischen Machthabers macht deutlich, wie dringend die Europäische Union endlich ein humanitäres Konzept für Asyl und Migration braucht“, sagt Diakonie-Vorstand Heiko Naß zur Situation an der polnisch-belarussischen Grenze. „Es kann nicht sein, dass die Schwächsten als Geiseln genommen werden und ihr Leid politisch missbraucht wird.”  Nicht zuletzt die akute Entwicklung in der Ukraine mache eine substanzielle und umgehende Umsteuerung der EU-Flüchtlingsaufnahmepolitik unbedingt notwendig.

„Wir hoffen, dass die Anträge in einen fraktionsübergreifenden gemeinsamen, mit den Geflüchteten solidarischen Beschluss der demokratischen Parteien des schleswig-holsteinischen Landtags münden, und nicht im parteipolitischen Klein-Klein zwischen Koalition und Opposition zerrieben werden“, erklärt Martin Link, Geschäftsführer beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein.

Weiterhin wird die Landesregierung von den Organisationen dringend aufgefordert, gegenüber den kommunalen und den Ausländerbehörden des Landes nachhaltig dahingehend vorstellig zu werden, dass Rücküberstellungen in die relevanten EU-Frontstaaten – insbesondere Griechenland, Polen, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Italien – ausgesetzt werden.

Hintergrund

Über 2.000 Menschen ertranken 2021 beim Versuch, nach Europa zu flüchten, im Mittelmeer – bis Mitte Februar 2022 schon weitere 156. Geflüchtete Männer, Frauen und Kinder werden seit Monaten im polnisch-belarussischen Grenzland rechtswidrig und gewaltsam zurückgewiesen, Unterstützende werden kriminalisiert und Betroffene sterben im Wald. Im bosnischen Grenzwald zu Kroatien hungern und frieren Flüchtende in informellen Camps und werden regelmäßig vom kroatischen Grenzschutz – mit Zustimmung der kroatischen Regierung – beim Versuch, sich in den EU-Mitgliedsstaat zu retten, brutal zurückgeprügelt. 19 Geflüchtete sind im griechisch-türkischen Grenzgebiet allein Anfang Februar zu Tode gekommen. Aktuelle Medienberichte darüber, dass die griechische Küstenwache Schutzsuchende nach erfolgter „Rettung“ einfach über Bord ins offene Meer zurückwirft, läuten die nächste Eskalationsstufe europäischer Flüchtlingsabwehr ein. Auch die UNO warnt vor einer Normalisierung illegaler Push Backs. Was da geschehe, sei sowohl rechtlich als auch moralisch inakzeptabel.

Schleswig-holsteinische Flüchtlingsorganisationen und Migrationsfachdienste sind angesichts dieses inzwischen zum Standard europäischer Flüchtlingsabwehr avancierten Umgangs mit Asyl- und Schutzsuchenden entsetzt.

Erschwerend werden zunehmend auch aus Schleswig-Holstein Betroffene in die besagten EU-Frontstaaten abgeschoben, obwohl Obergerichte mit Blick auf die dort herrschende bürokratische Menschenfeindlichkeit eine Rückkehr Geflüchteter in zahlreichen Fällen für unzumutbar erklärt haben.

Pressekontakt: Martin Link, Flüchtlingsrat SH, T. 0431-5568 5640, public@frsh.de

Presseerklärung zum Download als PDF

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𝗠𝗮𝗰𝗵𝘁 𝗺𝗶𝘁 𝗯𝗲𝗶𝗺 𝗯𝘂𝗻𝗱𝗲𝘀𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗔𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝘁𝗮𝗴 𝘇𝘂 “𝗗𝗼𝗻’𝘁 𝗙𝗼𝗿𝗴𝗲𝘁 𝗔𝗳𝗴𝗵𝗮𝗻𝗶𝘀𝘁𝗮𝗻”!

In Kiel gehen wir spazieren, hinterlassen unsere Botschaften im Stadtbild. Wie ihr mitmachen könnt? Bastelt Schilder, bemalt Banner oder Transparente, hängt sie sichtbar im Stadtbild auf. Schnappt euch Straßenkreide und hinterlasst sichtbar Botschaften mit “Don’t Forget Afghanistan”. Macht Fotos, teilt sie auf den Social Media-Kanälen und verlinkt uns, @zbbs_sh und die @seebrueckeoffiziell mit dem Hashtag #DontForgetAfghanistan. Zeigt so, dass Kiel solidarisch mit den Menschen in Afghanistan ist. Don’t Forget Afghanistan!

Im Wahlkampf haben die Ampelparteien sich für die Aufnahme von Menschen aus Afghanistan ausgesprochen – doch ein halbes Jahr nach dem Abbruch der deutschen Evakuierungsflüge befinden sich weiterhin viele gefährdete Menschen im Land. Nach der Schließung der Menschenrechtsliste im August 2021 haben unzählige Menschen, die sich für ein friedlicheres und demokratischeres Afghanistan eingesetzt haben und deshalb nun in Lebensgefahr schweben, nahezu keine Chance ein humanitäres Visum für Deutschland zu erhalten. Unterdessen bangen Familienangehörige in Deutschland weiterhin um ihre lieben Menschen, die in Afghanistan und Nachbarländern festsitzen. Am 26.02. setzen wir daher ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Afghanistan und fordern:

▶ schnelle Umsetzung eines humanitären Aufnahmeprogramms für Afghan*innen auf Bundesebene

▶ die Wiedereröffnung der Menschenrechtsliste

▶ ein Landesaufnahmeprogramm in Schleswig-Holstein

▶ schnellen und unbürokratischen Familiennachzug

▶ keine formelle Anerkennung der Taliban

▶ genereller Abschiebestopp nach Afghanistan

Lasst uns gemeinsam Afghanistan in Erinnerung rufen!

Mehr Infos:
www.dontforgetafghanistan.de

#DontForgetAfghanistan

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Kundgebung ‘Don’t forget Afghanistan’ in Kiel

Am 28.01.2022 haben wir eine Kundgebung mit dem Bündnis “Don’t Forget Afghanistan” (mit der @seebruecke_kiel) an der Kiellinie vor dem Landtag mit etwa 60 Teilnehmenden abgehalten. Mit Rede- und Musikbeiträgen machten wir auf die Lage der zurückgelassenen Menschen in Afghanistan aufmerksam.

Die afghanische Menschenrechtsaktivistin Shamsia Azarmehr sprach zu den Anwesenden: “Menschlichkeit kennt keine Grenze. Wir sollten als Menschen nicht vergessen, dass die Frauen in Afghanistan unsere Stimme brauchen. Wenn wir an Menschenrechte glauben, dann wissen wir wohl, dass die Menschenrechte abgesehen von Hautfarbe, Herkunft, Sprache etc für alle Menschen gelten. Zumindest sollte das so sein. Menschrechte sind unverhandelbar! Wie können die europäische Länder in Oslo mit den Terroristen zusammensitzen, während Aktivist*innen in Afghanistan im Gefängis sitzen?!”

Mit bewegenden Worten machte außerdem Lava auf die gefährliche Lage von queere Menschen in Afghanistan aufmerksam und forderte grenzenlosen Schutz für die LGBTQI+ Community. Mit einem spontanen Redebeitrag richtete die Afghanin Farangis ihre Worte an die Zuhörenden und fragte: “Habt ihr Afghanistan vergessen?”

Mit unserer Aktion und unserem Projekt wollen wir genau das verhindern und fordern: “Don’t forget Afghanistan!”

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Afghanistan: PRO ASYL – Untätigkeitsklage gegen Bundesregierung

Sechs Monate nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan befinden sich noch immer Tausende ehemalige deutsche Ortskräfte im Land. Sie gelten als „Kollaborateure“, werden bedroht und verfolgt, gefoltert und ermordet. Auch ihre Angehörigen befinden sich in akuter Lebensgefahr. Entgegen aller Zusagen seitens der Bundesregierung bleibt diese untätig und spielt die Gefährdungslage durch unfassbare Aussagen herunter. So behauptete das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) am 20. Januar, dass sich eine zielgerichtete Verfolgung von afghanischen Ortskräften nicht bestätigt habe – während die Realität sich ganz anders darstellt und auch die Vereinten Nationen angeben, dass „mehr als hundert ehemalige Regierungsmitarbeiter*innen und Ortskräfte der internationalen Truppen“ seit vergangenem August getötet wurden.

Obwohl es in Deutschland sogenannte Ortskräfteverfahren gibt, um diese Menschen zu retten und die Bundesregierung dadurch selbst eingesteht, dass verfolgte Menschen aufgenommen werden müssen, bleibt sie weitgehend untätig, verharmlost die Lage oder versucht, durch absurde Unterscheidungen die Gruppe derer, die in Deutschland aufgenommen werden müssen, möglichst klein zu halten. So zum Beispiel, indem eine Bereitschaft zur Aufnahme von Ortskräften gezeigt wird, die einen Arbeitsvertrag hatten, nicht aber für die Menschen mit Werksverträgen. Als würden die Taliban hier einen Unterschied machen.

PRO ASYL hat nun erklärt, juristisch gegen die Untätigkeit der Bundesregierung vorzugehen und die Klagen einiger Betroffener zu unterstützen, um für sie endlich Aufnahmezusagen zu erwirken.

Wir, die ZBBS e.V., unterstützen die Klage von PRO ASYL und rufen die Bundesregierung auf, endlich ihrer Verantwortung nachzukommen alle und alle Betroffenen und ihre Familien schnell, unbürokratisch und dauerhaft in Sicherheit zu bringen . Es geht hier nicht um einen Gnadenakt sondern um verfassungsrechtliche Schutzpflicht!

Auf der Website von PRO ASYL findet ihr weitere Informationen:

Interview mit Rechtsanwalt Matthias Lehnert über die Hintergründe der Klage gegen die Bundesregierung:

Unterzeichnet die Petition von PRO ASYL Afghanistan: Retten statt Reden – Weitere Aufnahme JETZT!

Afghanistan: Wie lange wollt ihr noch lügen? – Warum die Aussagen des BMZ falsch sind

dontforgetafghanistan.de

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Gedenkkundgebung in Kiel 2 Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau

 

19. Februar 2022, 13 Uhr –
Holstenfleet in Kiel

 

Aufruf des Runden Tisch gegen Rassismus Kiel:

Wir trauern und erinnern uns. An Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

Am 19. Februar 2020 wurden sie von einem deutschen Rassisten ermordet.

Die Angehörigen der Opfer und ihre Unterstützer*innen in der Initiative 19. Februar Hanau rufen uns alle auf, an diesem Tag wiederum deutlich sichtbar an ihrer Seite zu stehen und die Namen der Opfer unvergessen zu machen:

„Ihre Namen sollen erinnern und mahnen, den rassistischen Normalzustand im Alltag, in den Behörden, den Sicherheitsapparaten und über all zu beenden. Der rassistische Anschlag war auch ein Ergebnis der rechten Hetze von Politiker:innen, Parteien und Medien. Behörden und Sicherheitsapparate haben ihn durch ihre strukturelle Inkompetenz und Ignoranz weder verhindert noch aufgeklärt. Das ist das Zusammenspiel, das in den Handlungen Einzelner ihre mörderische Zuspitzung und Folge findet, und damit sind rechte Terrorakte niemals Einzeltaten. Schluss damit! Damit wir keine Angst mehr haben müssen, muss es politische Konsequenzen geben. Rassismus, egal in welcher Form, darf nicht mehr geduldet, verharmlost oder ignoriert werden. Wir geben keine Ruhe!“

Dem schließen wir uns an: Wir stehen zusammen und kämpfen gemeinsam.

Gegen die Angst. Für das Leben. Erinnern heißt verändern!

Kommt zur Gedenkkundgebung am 19.2.2022, 13 Uhr, Holstenfleet in Kiel!

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Neues ZBBS-Projekt: Wissen’sWert

Neues Bildungsprojekt für junge Menschen ab 12- 18 Jahre

“Ich gehöre dazu. Was und wie kann ich mitgestalten?”
Wissen´sWert: Verstehen – Bewerten – Handeln

Das innovative Projekt „Wissen’sWert“ entstand in Anlehnung an das Projekt “Öffnung der Familie”. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und hat die Förderung von Bildungs- und Identitätsprozessen zum Ziel
Junge Menschen, die zwischen unterschiedlichen Kulturen aufwachsen, stehen in einem Spannungsfeld. Die Besonderheit des Projekts besteht darin, dass ihre Eltern ebenfalls bei der “Öffnung der Familie” teilnehmen. Hier setzt das Projekt „Wissen´sWert“ an. Es bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit Themen wie Demokratie, Kinderrechte, Gewaltfreie Kommunikation, sexuelle Aufklärung, Umwelt und Bildungswege mit pädagogischer Anleitung auseinanderzusetzen. Innerhalb einer Familie kann so eine Grundlage für einen offenen Austausch geschaffen werden. Dadurch können sie gestärkt werden und ihre eigene Position in der Familie finden. Das Projekt bietet diesen jungen Menschen auch den Raum, ihre Erfahrungen untereinander zu teilen und zu erfahren, dass sie damit nicht alleine stehen.
Bei Ausflügen und Exkursionen lernen sie Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
kennen und finden Zugänge zu Anlaufstellen, neuen Orten und neuen Erfahrungen. Dadurch werden sie in ihrer Identitätsentwicklung und in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt.
Wir freuen uns sehr, dass nun die Öffnung der Familie konsequent weitergeführt werden kann.

weitere Infos (auch mehrsprachig) unter https://zbbs-sh.de/projekte

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Aktualisierte Auflage der Broschüre “Härtefallanträge in Schleswig-Holstein”

Menschen, die eine Duldung haben und deren Asylantrag abgelehnt worden ist, können einen Härtefallantrag stellen. Oftmals ist dies eine Chance in Deutschland zu bleiben. In einem Härtefallantrag beschreiben die Antragsteller*innen, warum sie in Deutschland bleiben wollen und warum eine Abschiebung für sie eine besondere Härte wäre. Diesen Antrag zu schreiben bedeutet viel Arbeit und Aufwand. Deshalb haben Kolleg*innen von der ZBBS eine Broschüre zum Thema Härtefallanträge erstellt. Sie gibt einen Überblick darüber:

– wann man einen Härtefallantrag stellen kann,
– wie der Prozess abläuft,
– welche Unterlagen dazu gehören
und wer weiterhelfen kann.

Hier finden Sie die Broschüre zum Download.

Anwälte und Migrationsberatungsstellen können bei der Erstellung des Härtefallantrags unterstützen. Leider können wir aktuell nur Menschen, die in Kiel leben, zu diesem Thema beraten

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Landesfördermittel für Beratungsnetzwerk Alle an Bord!

Seit Januar 2022 unterstützt das Beratungsnetzwerk Alle an Bord! – Perspektive Arbeitsmarkt für Geflüchtete (PAM) Geflüchtete durch kostenlose, umfassende Informationen, individuelle Beratung und Vermittlung sowie arbeitsmarktbezogene Sprachtrainings beim Weg in den Arbeitsmarkt.
Alle an Bord! knüpft an die Erfahrungen des Vorläuferprojekts Alle an Bord! – Netzwerk zur arbeitsmarktlichen Integration Geflüchteter in Schleswig-Holstein an, das bis Ende 2021 Geflüchtete bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt und mit dazu beigetragen hat, dass die Anzahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Geflüchteter in Schleswig-Holstein von 2500 (Anfang 2016) auf fast 15000 (Mitte 2021) angestiegen ist. Zwischen Ende 2017 und 2021 sind insgesamt 2.580 Teilnehmende erreicht worden – darunter ein Drittel Frauen.

Das Beratungsnetzwerk ist in sieben Kreisen und einer kreisfreien Stadt mit Beratungs-, Coaching- und Unterstützungs­angeboten aktiv. Ergänzend zu den Regelsprachkursen bietet das Netzwerk arbeitsmarktbezogene Sprachtrainings in kleinen Gruppen und Online-Formaten an. Darüber hinaus stellt das Netzwerk Fachinformationen bereit und beteiligt sich überregional und regional an Informationsveranstaltungen für Geflüchtete, Institutionen, Beratende und Ehrenamtliche.

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt nun die Arbeit des Beratungsnetzwerks für die kommenden drei Jahre mit dreieinhalb Millionen Euro. Die Fördermittel für das Projekt, das ein Gesamtvolumen von vier Millionen Euro umfasst, stammen aus dem Landesprogramm Arbeit, davon rund 1,5 Millionen aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).

Das Netzwerk will nach eigenen Angaben bis 2024 insgesamt mindestens 1.500 Teilnehmende erreichen und rechnet damit, dass ein großer Teil in einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz, ein Praktikum, eine Einstiegsqualifizierung oder andere Formen berufsbezogener Qualifizierung vermittelt werden kann.

Neben dem Paritätischen und der ZBBS sind weitere Partner im Netzwerk der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., Umwelt Technik Soziales e.V., Handwerkskammer Lübeck, Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH und der Kreis Schleswig-Flensburg.

weiter Infos zu Alle an Bord!

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Öffnung der Integrationskurse für Menschen aus Afghanistan

Die Bundesregierung reagiert auf die Situation der Menschen aus Afghanistan, die mit einer Aufenthaltsgestattung in Deutschland leben (also im Asylverfahren sind):

Ab dem 17.01.2022 können Sie einen Antrag zur Teilnahme am Integrationskurs stellen. Suchen Sie dazu bitte einen Sprachkursträger für Integrationskurse auf und stellen mit den Mitarbeitenden einen Antrag auf Zulassung zum Integrationskurs. Erfahrungsgemäß dauert die Bearbeitung oft mehrere Wochen. Wenn Sie die Bewilligung haben, können Sie sich einen Sprachkursträger (Schule) aussuchen.

Für Menschen mit einer Duldung zählt diese neue Regel leider nicht.

Personen mit einer Duldung, die einen Alphabetisierungskurs oder einen A1-Kurs suchen, können sich Freitags, 10-11 Uhr in der ZBBS e.V. (Sophienblatt 64, 3.OG) für einen STAFF.SH-Kurs anmelden.

Wenn Sie nicht in Kiel leben, sprechen Sie bitte mit der örtlichen Volkshochschule.

Personen mit einer Duldung können aber auch einen berufsbezogenen Deutschkurs machen (Berufsbezogene Sprachkurse gibt es erst ab dem Niveau A2 und B1). Sprechen Sie dazu bitte mit der Arbeitsagentur.

Hier der Flyer auch auf Dari zum Download