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MiA-Kurs „Spielend Deutsch lernen – Spielkultur und Gesellschaftsspiele kennenlernen“

Migrantinnen einfach stark im Alltag“ (MiAKurse)

MiAKurse begleiten Migrantinnen beim Anund Weiterkommen in Deutschland. Die Teilnehmerinnen werden behutsam an die deutsche Sprache herangeführt. Die Lerninhalte der Kurse richten sich dabei ganz flexibel nach den Interessen und Bedürfnissen der Teilnehmerinnen.

Der Kurs „Spielend Deutsch lernen Spielkultur und Gesellschaftsspiele kennenlernen führt die Teilnehmerinnen spielerisch an die deutsche Sprache heran. Die Frauen werden so zum Sprechen ermutigt und erweitern gezielt ihren Wortschatz. In dem Kurs werden verschiedene Gesellschaftsspiele kennengelernt und typische Formulierungen in Spielsituationen erlernt.

Der Kurs findet in deutscher und im Bedarfsfall auch in englischer Sprache statt und umfasst insgesamt 34 Zeitstunden.

Spielend Deutsch lernen Spielkultur und Gesellschaftsspiele kennenlernen
Beginn: 09.05.2022, montags von 16:30 19:00 Uhr
Anmeldung: EMail miakurse@zbbs.de oder Tel. 0160/93045819
Kursort: ZEIK Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität
Elisabethstr. 68, 24143 Kiel

Zielgruppe der MiAKurse:

Migrantinnen
mit einem in Deutschland auf Dauer angelegten Aufenthaltsstatus aus allen Ländern außerhalb
Westeuropas, Nordamerikas und Australiens
ab 16 Jahren
ohne eine in Deutschland abgeschlossene Schul oder Berufsausbildung

Asylbewerberinnen
aus Ländern mit guter Bleibeperspektive
die vor dem 1. August nach Deutschland gekommen sind
seit mindestens 3 Monaten eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen
nicht aus einem sicheren Herkunftsland kommen und
eine der Voraussetzungen des §44 Abs. 4 Ziff. 1 AufenthG erfüllen

Zur Zielgruppe der MiAKurse gehören auch Frauen, die seit dem 24. Februar 2022 aus der Ukraine geflüchtet sind.

 
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neue MiA – Kurse “Deutsch” und “Alltagsbewältigung”

„Migrantinnen einfach stark im Alltag“ (MiA-Kurse)
MiA-Kurse begleiten Migrantinnen beim An-und Weiterkommen in Deutschland. Die Teilnehmerinnen werden behutsam an die deutsche Sprache herangeführt und zum Sprechen ermutigt. Die Lerninhalte der Kurse richten sich dabei ganz flexibel nach den Interessen und Bedürfnissen der Teilnehmerinnen.

Der Kurs A „Deutschunterricht auch für Zweitschriftlernerinnen“ führt die Teilnehmerinnen an die
lateinische Schrift heran, sodass sie diese lesen und schreiben lernen.

Der Kurs B „Alltagsbewältigung“ beschäftigt sich mit themenspezifischen Grundlagen der deutschen Sprache.
Dazu gehören die Themen: Orientierung im Stadtteil, Aus- und Weiterbildung, Kultur und Gesellschaft in Deutschland, u.v.m.

Die Kurse finden in deutscher und im Bedarfsfall auch in englischer Sprache statt.
Jeder Kurs umfasst jeweils 34 Zeitstunden. Es werden ab Mai 2022 zwei Kurse angeboten:

Kurs A*: Deutschunterricht auch für Zweitschriftlernerinnen

Beginn: 12.05.2022, donnerstags von 16:30 —18:30 Uhr
Anmeldung: E-Mail miakurse@zbbs.de oder Tel. 0160/93045819
Kursort: Arkonastraße 1, Haus B Erdgeschoss, Raum 16 A


Kurs B* : Alltagsbewältigung

Beginn: 11.05.2022, mittwochs von 16:30 — 18:30 Uhr
Anmeldung E-Mail miakurse@zbbs.de oder Tel. 0160/93045819
Kursort: Arkonastraße 1, Haus B Erdgeschoss, Raum 16 A


Zielgruppe der MiA-Kurse:

Migrantinnen
• mit einem in Deutschland auf Dauer angelegten Aufenthaltstatus aus allen Ländern außerhalb Westeuropas, Nordamerikas und Australiens
• ab 16 Jahren
• ohne eine in Deutschland abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung

Asylbewerberinnen
• aus Ländern mit guter Bleibeperspektive
• die vor dem 1. August nach Deutschland gekommen sind
• seit mindestens 3 Monaten eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen
• nicht aus einem sicheren Herkunftsland kommen und
• eine der Voraussetzungen des §44 Abs. 4 Ziff. 1 AufenthG erfüllen

Zur Zielgruppe der MiA-Kurse gehören auch Frauen, die seit dem 24. Februar 2022 aus der Ukraine geflüchtet sind.

* Kurs A: Träger ZBBS e.V.
Kurs B: Träger Eleganz Bildungsplattform e.V., in Zusammenarbeit mit der ZBBS e.V.

ein Projekt der:

In Kooperation mit:

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Demokratiekonferenz in Kiel

Die Partnerschaft für Demokratie in Kiel lädt ein:

„SPRACHGEWALT, FAKENEWS und DEMOKRATIE“

Demokratiekonferenz in Kiel

17.5.2022
im Ratssaal der Landeshauptstadt Kiel
Altes Rathaus

18.30 Uhr Begrüßung
Grußwort

19.00 Uhr Vortrag
David Ranan:  „SPRACHGEWALT, FAKENEWS und DEMOKRATIE“
Mit Sprache wird manipuliert, Macht und Gewalt ausgeübt.
FakeNews, über Medien verbreitet, schaffen Verunsicherung.
Post Truth und Sprachgewalt sind Feinde der Demokratie.
Der Versuch uns zu täuschen ist allgegenwärtig.

20.00 Uhr Diskussion mit dem Publikum
21.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Buchtip:

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Onlineberatung mbeon – Erklärung auf ukrainisch und russisch

Geflüchtete Menschen aus der Ukraine haben viele Fragen und brauchen Unterstützung nach ihrer Ankunft in Deutschland. In zwei Kurzvideos stellen Paritätische MBE-Kolleg*innen die MBE (Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer*innen) und die mbeon App vor und gehen dabei auf mögliche Beratungsthemen und die Erreichbarkeit der MBE ein. Sie können die Videos über den Youtube-Kanal des Paritätischen aufrufen.

Die ukrainische Version finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=0izyzmVxdDc
Die russische Version finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=KrcDHw18HHI

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Antifaschistische Radtour und Rundgang zum Jahrestag der Befreiung des “Arbeitserziehungslager Nordmark” am 04. Mai 2022 in Kiel

Das „Arbeitserziehungslager Nordmark“ der Gestapo in Kiel-Russee war ein Teil des Terrorsystems der Nationalsozialisten in Schleswig-Holstein. Am 4. Mai jährt sich die Befreiung des Lagers durch die britische Armee. Wir möchten am Tag der Befreiung des Lagers an die Geschichte des Lagers erinnern und den Toten und Überlebenden gedenken.

Um 16 Uhr wird eine Fahrradtour (4km) am Kieler Hauptbahnhof starten (Treffpunkt „Umsteiger“, Servicezentrale & Radstation) und gegen 16.30 Uhr in Russee (Rendsburger Landstraße 227, 24113 Kiel) ankommen. Es ist also sowohl möglich, an der Radtour teilzunehmen als auch direkt nach Russee zu kommen.

Eckhard Colmorgen, vom Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in SH (AKENS), wird vor Ort etwas über das Lager, die Profiteure der Zwangsarbeit, das System der Gestapo in Schleswig-Holstein sowie über die Tage der Befreiung erzählen.

Wer sich vorab mit dem „Arbeitserziehungslager Nordmark“ beschäftigen will, findet Informationen beim AKENS SH: http://www.akens.org/index.php/ael-nordmark.html.

Erinnern und Gedenken – Geschichte ist mehr als Vergangenheit!

Eine gemeinsame Aktion des Projekts „Seht mal!“ der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein e.V., von „Vernetzen-Unterstützen-Begleiten“ der ZBBS e.V. und vom Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialmus in SH (AKENS) im Rahmen des Initiativkreises Gedenktag 8. Mai in Schleswig-Holstein.

https://www.achter-mai-sh.de/

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Besuch von Innenministerin

Heute hat uns Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack besucht. Sie schilderte ihren persönlichen Eindruck auf ihren social media Kanälen:


“Mein heutiger Besuch in der ZBBS – der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten e.V. – hat mich sehr beeindruckt und ich habe größten Respekt vor der Arbeit, die dort von allen Beteiligten geleistet wird. Es hat sich auch die Möglichkeit ergeben, mit einer ukrainischen Mutter und ihrer Tochter zu sprechen. Ihre Geschichte ist, wie bei vielen, dramatisch und hat mich bewegt. Ihr Weg führte sie zur ZBBS, da dort ein Erstorientierungskurs angeboten wird, der ihnen in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft in Deutschland hilft, sich zurechtzufinden und die deutsche Sprache zu lernen. Mit ihrem vielfältigen Angebot ist die ZBBS eine Anlaufstelle, die sich für die Rechte derer einsetzt, die in migrationsspezifischen Problemlagen Unterstützung benötigen. Ihre Arbeit richten sie sich nicht nur an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, sondern an die gesamte Bevölkerung und baut so Brücken zwischen Neu- und Alt-Kielerinnen und Kielern. Danke für diesen interessanten Austausch. //sw”

#zbbs #hilfe #unterstützung #migration #sprachkurse #flüchtlinge #zuwanderung #innenministerinsh #schleswigholstein #kiel

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Heute ist #Romaday

Heute ist #RomaDay: Der weltweite Aktionstag macht auf die Diskriminierung und Verfolgung der Minderheit aufmerksam und feiert ihre Kultur ✊



Zum internationalen Tag der Rom*nja schließen wir uns den Forderungen von PRO ASYL an: Schutz für geflüchtete Rom*nja gleich welcher Herkunft!  Gleichbehandlung mit anderen Geflüchteten und die Anerkennung der Fluchtgründe. Das gilt aktuell besonders für die Rom*nja, die vor dem Krieg aus der Ukraine fliehen, aber auch für geflüchtete Rom*nja aus Moldau und dem Westbalkan.

https://www.proasyl.de/pressemitteilung/gefluechtete-romnja-aus-der-ukraine-moldau-und-aus-anderen-staaten-brauchen-schutz/

#romaday #8april #ukraine #kiel

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Bewegungsfreiheit und Schutz für Roma aus der Ukraine!

Sichere Bleiberechte für alle Betroffenen von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie!

Unter den Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine fliehen, befinden sich viele Romnja/ Roma. Sie fliehen vor dem barbarischen Krieg, aber auch vor dem offenen Rassismus, dem sie in der Ukraine schon seit Jahren nahezu schutzlos ausgeliefert sind und der sich im Zuge des Krieges noch brutaler entlädt.

Aus Sicht der ZBBS hat Deutschland eine besondere Verpflichtung zum Schutz der flüchtenden Roma/Romnja, denn ukrainische Roma/Romnja sind Nachkommen von Überlebenden und Opfern der Verfolgung und Vernichtung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Situation in der Ukraine

Seit Jahren kritisieren Menschenrechtsorganisationen die in der Ukraine herrschende rassistische, sexistische und  homophobe Gewalt durch rechtsextreme Gruppierungen und die nahezu vollständige Straflosigkeit, die sich auch unter dem Präsidenten Selenskyj nicht verändert hat. So gibt es bis heute keine Verurteilungen im Zusammenhang mit mehreren Pogromen gegen Roma/Romnja 2018 und 2019 durch rechtsextreme Gruppen, bei denen eine Person getötet und zahlreiche verletzt wurden.

Amnesty International konstatiert bereits 2019, dass die ukrainische Regierung Rechtsextreme nicht unter Kontrolle habe: „Der neue ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt kein Interesse, rechtsextreme Angriffe auf Roma und zivilgesellschaftliche Akteure stärker zu verfolgen als sein Vorgänger. Es herrscht ein Klima der Straflosigkeit, das Übergriffe befördert. […]Die Regierung ist offenbar nicht stark genug, um sich rechtsextremen Gruppen entgegenzustellen. Das liegt vor allem daran, dass solche Gruppen 2014 bewaffnet wurden, um gegen die Separatisten im Osten des Landes zu kämpfen. Nun hat die Regierung sie nicht mehr vollständig unter Kontrolle. […]Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in der Ukraine konstatiert Straflosigkeit in Hunderten Fällen allein zwischen Januar 2018 und Februar 2019. Oftmals kamen die Täter aus dem rechtsextremen Spektrum.“ (https://www.amnesty.de/informieren/amnesty-journal/ukraine-regierung-hat-rechtsextreme-nicht-unter-kontrolle)

Es ist zu befürchten, dass der stark verbreitete Rassismus und Nationalismus in der Ukraine im Zuge des Krieges – und auch danach – die Situation für Angehörige von Minderheiten weiter verschlechtern wird und sie rassistischer Gewalt noch stärker und schutzloser ausgesetzt sind.

So finden sich in den letzten Tagen zahllose Dokumentationen über Menschen, die als angebliche Dieb*innen in verschiedenen ukrainischen Städten an Pfähle gefesselt und über Tage von Passant*innen geschlagen und gedemütigt werden. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Romnja, darunter auch Kinder. (siehe unter anderem: Roma Antidiscrimination Network https://ran.eu.com/zuruck-ins-mittelalter-roma-am-pranger-in-der-ukraine/)

Situation entlang der Fluchtrouten

Auch entlang der Fluchtrouten und an den ukrainischen Grenzen häufen sich Berichte über Diskriminierung von Roma/ Romnja. Sie werden an der Ausreise aus der Ukraine oder an weiteren Grenzübertritten gehindert. Die Mitfahrt in Bussen, Zügen oder auch Privatautos wird ihnen oftmals verwehrt. In den Ankunftsländern werden sie oftmals von „weißen“ Ukrainer*innen getrennt und von Hilfsangeboten ausgeschlossen, die anderen Ukrainer*innen zur Verfügung gestellt werden. (https://www.aljazeera.com/news/2022/3/7/ukraines-roma-refugees-recount-discrimination-on-route-to-safety)

Als weiteres Hindernis auf der Flucht kommt hinzu, dass von den schätzungsweise 400.000 in der Ukraine lebenden Roma/ Romnja ca. 20 Prozent, also mehrere 10.000 Menschen keine Papiere besitzen.

Situation in Deutschland

Auch in Deutschland erleben geflüchtete Romnja/ Roma Diskriminierung. So wurde Ende März in Mannheim drei ukrainischen Roma-Familien der Zugang zu einem Ruheraum der Deutschen Bahn verwehrt, der extra für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet war. (https://taz.de/Rassismus-gegen-Ukraine-Gefluechtete/!5845419/) In einer von der BILD-Zeitung angestoßenen Kampagne wird Roma-Familien unterstellt, gar nicht aus der Ukraine zu kommen, sondern sich Sozialleistungen erschleichen zu wollen. (https://twitter.com/_seiwachsam/status/1509054112637325313)

 

ZBBS unterzeichnet Stellungnahme

Vor diesem Hintergrund haben zahlreiche Organisationen, darunter viele Roma-Organisation eine Stellungnahme verfasst mit der Aufforderung, die flüchtenden Roma/ Romnja aus der Ukraine angemessen zu unterstützen und die Stellungnahme zu unterzeichnen. Auch die ZBBS e.V. unterzeichnet diese Stellungnahme. Weitere Unterzeichner*innen können sich beim Bunderomaverband www.bundesromaverband.de melden.

Die Organisationen fordern:

  • ein Aufnahmeprogramm für Romnja und Roma ohne Dokumente in westeuropäischen Staaten, Transportmöglichkeiten von den ukrainischen Grenzen sowie Schutzräume auf den Fluchtrouten. Roma müssen sich den Zielort ihrer Flucht genauso aussuchen können, wie alle anderen Ukrainer*innen auch

  • Dazu gehört die Berücksichtigung von Romnja und Roma – insbesondere auch ohne Dokumente – aus der Ukraine bei der bereits von der deutschen Außenministerin Baerbock verkündeten Direktaufnahme von Geflüchteten aus Moldau

  • Den sofortigen Stopp aller Abschiebungen in die Nachbarländer der Ukraine (Belarus, Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Moldau, Russland)

  • Bereitstellung von Orten, an denen Gruppen von 10-20 Personen zusammen untergebracht werden können. Geeignete leerstehende staatliche Gebäude, Hotels, Jugendherbergen oder ähnliches sollten dafür freigemacht werden.

  • Wir brauchen dringend Mittel, um Unterstützungsstrukturen aufzubauen – zum Beispiel
    (psychologische) Telefon-Beratung (russisch / ukrainisch / romanessprachig). Beratung über
    Möglichkeiten der Registrierung und die Anmeldung Papierloser, Unterstützung bei erlebter
    Diskriminierung, Vernetzungsangebote, diskriminierungs- und sprachsensible Beratung für
    geflüchtete Roma, Koordination von Unterkunftsangeboten und Suche.

Die gesamte Stellungnahme findet ihr unter https://www.bundesromaverband.de/bewegungsfreiheit-und-schutz-fuer-roma-aus-der-ukraine/

oder als PDF: https://www.bundesromaverband.de/wp-content/uploads/2022/03/Bewegungsfreiheit-und-Schutz-fu%CC%88r-Roma-1-1.pdf

weitere Links:

Stoppt die Segregation von Flüchtenden aus der Ukraine – Gleiche Rechte und Hilfe für Alle
https://www.bundesromaverband.de/stoppt-die-segregation-der-fluechtenden-aus-der-ukraine-gleiche-rechte-und-hilfe-fuer-alle/

Romani Rose beklagt antiziganistische Vorfälle bei Deutscher Bahn
https://www.migazin.de/2022/03/31/systematische-diskriminierung-romani-rose-vorfaelle/

Romnja und ihre Kinder mehrfach am Verlassen der Ukraine gehindert:
http://www.romea.cz/en/news/world/romani-mothers-and-children-groundlessly-prevented-from-leaving-ukraine-three-times-before-finally-crossing-into-hungary

zur Zusammenarbeit der ukrainischen Regierung mit militanten Rechtsextremen:
https://www.antifainfoblatt.de/artikel/ukraine-von-der-front-ins-ministerium

https://ran.eu.com/ukrainischer-minister-mit-c14-gegen-roma-unterwegs/


Ukrainischer Botschafter unterstützt ultrarechtes Asow-Regiment:
https://www.fr.de/politik/ultra-rechts-nationalistisch-ukraine-botschafter-andrij-melnyk-asow-regiment-91425243.html

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Schutz und Asyl für russische, belarussische und ukrainische Derteur*innen und Kriegsdienstverweigerer*innen!

Appell an den deutschen Bundestag

Mehr als 40 Organisation, unter anderen PRO ASYL und Connection e.V., fordern in einem gemeinsamen Appell den Deutschen Bundestag auf, allen russischen, ukrainischen und belarussischen Deserteur*innen und Kriegstdienstverweiger*innen umfassenden und unkomplizierten Schutz und Asyl sowie ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren.

Die vom EU-Gerichtshof für Menschenrechte und anderen internationalen Gremien gesetzten Kriterien für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung gelten weder in Russland und Belarus noch in der Ukraine. Für Soldat*innen und Reservist*innen auf allen Seiten des Krieges gibt es keine legale Möglichkeit, sich dem Krieg zu entziehen. Das Ausreiseverbot für ukrainische Männer zwischen 18 und 60 Jahren verstößt zudem gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, wonach es jeder Person „freisteht, jedes Land einschließlich seines eigenen zu verlassen“.

Obwohl nach EU-Statuten gilt, dass Menschen, die sich völkerrechtswidrigen Handlungen oder Kriegen entziehen, flüchtlingsrechtlicher Schutz zugesagt wird, sieht die Praxis von BAMF und deutschen Gerichten oft anders aus. Verfolgung wegen Kriegsdienstverweigerung und Desertion gelten nicht ohne weiteres als Asylgrund, weshalb Betroffene nach derzeitigem Stand in ein Asylverfahren mit ungewissem Ausgang gehen müssen – ihnen droht Ablehnung und Auslieferung mit entsprechenden Konsequenzen bis hin zu Folter und Tod.

Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht, wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 2011 feststellte. Diesem Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung muss in allen Ländern, auch in denen, die sich im Krieg befinden, Geltung verschafft werden. Wer aus Gewissensgründen den Dienst mit der Waffe ablehnt und dafür verfolgt wird, muss geschützt werden.

Zwar genießen Menschen aus der Ukraine durch den EU-Ratsbeschluss zum vorübergehenden Schutz für zunächst ein Jahr einen sicheren Aufenthalt. „Bezüglich der Kriegsdienstverweigerer ist jedoch zu bedenken, dass mit Auslaufen dieser Regelung die Frage relevant sein wird, ob und wie Kriegsdienstverweigerer in der Ukraine verfolgt werden“, heißt es in dem gemeinsamen Appell der Organisationen. Denn auch hier zeigt die Erfahrung: In den vergangenen Jahren waren bereits mehrere Hundert Verweigerer aus allen Teilen der Ukraine nach Deutschland gekommen, um hier Schutz zu finden. Die meisten wurden aber in den Asylverfahren abgelehnt.

Der Appell an den Deutschen Bundestag als PDF:

https://www.connection-ev.org/pdfs/2022-03-24_AppellBundestag.pdf

Pressemitteilung von PRO ASYL (29.03):

https://www.proasyl.de/pressemitteilung/breites-buendnis-fordert-schutz-und-asyl-fuer-deserteure-und-kriegsdienstverweigerer-aus-russland-belarus-und-der-ukraine/

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Nicht mit zweierlei Maß!

Gemeinsame Presseerklärung

Kiel, 7.3.2022

Nicht mit zweierlei Maß!

EU will die Opfer des Ukraine-Krieges unterschiedlich behandeln.

Nichtregierungsorganisationen und Zuwanderungsbeauftragter fordern schleswig-holsteinische Gleichbehandlungspraxis bei der Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine ein.

„Sie sagten: ‚Schwarze Menschen sollen zu Fuß gehen.‘“ Die Nigerianische Medizinstudentin Jessica Orakpo berichtet der BBC von ihren Erfahrungen auf der Flucht aus dem ukrainischen Ternopil nach Ungarn. Yemi, ein Nigerianischer Student aus Kiew, berichtet, dass er und seine Schwarze Freundin von Soldaten aus dem Zug gewiesen worden seien. Andere weiße ukrainische Flüchtende hätten gesagt, nur Ukrainier*innen dürften mitfahren. Haustiere wären eher in die Züge gelassen worden, als Schwarze Menschen auf der Flucht.

Darüber hinaus häufen sich Berichte, dass u.a. an der polnischen Grenze Personen aus Afghanistan, Jemen, Syrien und anderen Drittstatten, die sich aus der Ukraine retten wollen, rechtswidrigen Push Backs unterzogen und in das kriegsgeschüttelte Land  zurückgewiesen werden.

Inzwischen besteht die Gefahr, dass die Europäische Union ein Zwei-Klassen-System bei der Aufnahme von laut UNO bis dato schon 1,4 Mio.[1] Geflüchteten aus der Ukraine aufbaut. Gemäß der vom Europäischen Rat am 3.3.2022 beschlossenen Massenzustromrichtlinie[2] sollen nunmehr die aus der Ukraine zwar vor denselben Bedrohungen Flüchtenden allerdings ungleich behandelt werden[3]:

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