Projekte

Durch kulturelle und arbeitsmarktbezogene Projekte verfolgt die ZBBS zwei Ziele:

Ein Ziel ist die interkulturelle Öffnung der deutschen Mehrheitsgesellschaft gegenüber Zugewanderten und auch, dass die Vielfalt der Kulturen in Deutschland als eine Bereicherung erlebt wird. Darüber hinaus möchten diese Projekte dazu beitragen, dass Geflüchtete und Migrant*innen ihre Chancen erhöhen können: ihr Leben verantwortlich zu gestalten und die Anforderungen, die Gesellschaft, Arbeit und Alltag an sie stellen, zu bewältigen.

Doch nun genug zur “Theorie” – auf den folgenden Seiten finden Sie weiterführende Informationen zu und Einblicke in die verschiedenen Projekte der ZBBS!

ALLE AN BORD! - Arbeitsmarktliche Integration von Geflüchteten

ALLE AN BORD! - Arbeitsmarktliche Integration von Geflüchteten

Wir sind ein Netzwerk zur arbeitsmarktlichen Integration von Geflüchteten in Schleswig-Holstein. Die ZBBS berät und betreut Geflüchtete und Asylbewerber*innen, unabhängig des Aufenthaltsstatus und des Alters, in den Kreisen Ostholstein und Plön.

Ziel von Alle an Bord! ist es insbesondere, Geflüchtete bei der Eingliederung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie beim Zugang zu schulischer Bildung durch Beratung und Coaching zu unterstützen.

Unter Berücksichtigung der Anforderungen der Arbeitgeber*innen und der Vorerfahrungen und Interessen der geflüchteten Menschen soll eine passgenaue Vermittlung in Praktikum, Arbeit und Studium ermöglicht werden.

Um die Homepage von Alle an Bord! einzusehen, klicken Sie bitte auf folgenden Link:

https://www.alleanbord-sh.de/

 

Berater*innen im Projekt in Eutin:

Efrem Tesfay (Tigrinya, Englisch, Deutsch und Amharic)

  • E-Mail: tesfay(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 4521 7900773
  • Montag - Donnerstag 09.00 - 14.00 Uhr und nach Vereinbarung

Selina Specht (Deutsch und Englisch)

  • E-Mail: specht(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 4521 7900774
  • Montag - Donnerstag 09.00 - 14.00 Uhr und nach Vereinbarung

Nadja Weißberg (Deutsch und Englisch)

  • E-Mail: weissberg(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 4521 7900774
  • Montag - Freitag, außer Mittwoch 09.00 - 14.00 Uhr und nach Vereinbarung

Peter Schmiedgen (Deutsch und Englisch)

  • E-Mail: schmiedgen(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 4521 7900772
  • Montag - Donnerstag 09.00 - 14.00 Uhr und nach Vereinbarung

Adresse:
Plöner Str. 26
23701 Eutin

Gefördert durch:

„ALL IN“ – Transkulturelles Netzwerk für zivilgesellschaftliches Engagement Jugendlicher gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Schleswig-Holstein

„ALL IN“ – Transkulturelles Netzwerk für zivilgesellschaftliches Engagement Jugendlicher gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Schleswig-Holstein

Zielgruppe: Das Projekt richtet sich an Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie an Geflüchtete von 18 bis 27 Jahren.

Projektbeschreibung:

Das Projekt vermittelt jungen Menschen durch geschichtlich-politischen Wissensaufbau und sozio-kulturelle Sensibilisierung Toleranz und Respekt, um mögliche antisemitische und fremdenfeindliche Einstellungen abzubauen.

Das transkulturelle Netzwerk „ALL IN“ wird für zivilgesellschaftliches Engagement gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Schleswig-Holstein aufgebaut.

Die im Projekt erlebten transkulturellen Begegnungen, der Austausch sowie das neu erworbene Wissen über den Holocaust, motivieren die Teilnehmenden sich künftig aktiv für Menschenrechtsarbeit einzusetzen und extremistischen Bewegungen und Ideologien gemeinsam entgegenzuwirken.

Im Rahmen von Workshops und Exkursionen werden in Schleswig-Holstein sowie in überregionalen agierenden Gedenkstätten und Zentren zum Holocaust und NS-System allgemein, werden die Spuren jüdischen Lebens betrachtet und aufgearbeitet. Orte hierfür sind u.a. das Jüdische Museum Rendsburg, Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin), Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt (Berlin), Zentrum Judaicum (Berlin), und die Mahn- und KZ-Gedenkstätte Ravensbrück.

Das mit diesen Angeboten erarbeitete und gegründete „Transkulturelle Netzwerk für zivilgesellschaftliches Engagement Jugendlicher gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Schleswig-Holstein ALL – IN“ dient Organisationen, Institutionen, Interessierten und Aktiven als landesweites Forum, um in Schleswig-Holstein zivilgesellschaftliches Engagement Jugendlicher gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nachhaltig zu fördern.

Die Jugendlichen können sich direkt ehrenamtlich im Netzwerk, in Partnerorganisationen oder an anderer Stelle organisieren. Das Netzwerk ALL IN und die Projektpartner sind Anlaufstellen für Jugendliche mit Interesse an ehrenamtlichem gesellschaftspolitischem Engagement.

Kontakt:
Ehsan Abri
Tel.: 01573 4347295
E-Mail: abri@zbbs-sh.de

 

Das Projekt wird in Kooperation mit: Create Future, der Fachhochschule Kiel - Hochschule für Angewandte Wissenschaften, dem Jüdischen Museum - Landesmuseum SH und dem Landesbeauftragten für Politische Bildung, durchgeführt.

Gefördert durch:

 

BE IN - Beratung zur Beruflichen Integration von Geflüchteten

Be In - Berufliche Integration von Geflüchteten

Be In ist ein Teilprojekt des Netzwerkes "Mehr Land in Sicht! - Arbeit für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein".

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an Geflüchtete mit ungesichertem Aufenthaltsstatus d.h. Asylbewerber*innen, aufenthaltsrechtlich geduldete Geflüchtete mit (zumindest nachrangigem) Arbeitsmarktzugang und Geflüchtete mit zweckgebundener Aufenthaltserlaubnis.

Ziel des Projekts und Vorgehensweise

Das Ziel von BeIn besteht darin, die Teilnehmenden durch Beratung und Begleitung beim Zugang zu schulischer und beruflicher Bildung sowie bei der Arbeitsaufnahme zu unterstützen und somit den beruflichen Einstieg in Deutschland zu ermöglichen. Zur Vorbereitung dienen eine ausführliche Kompetenzermittlung und eine intensive Einzelberatung zur beruflichen Orientierung.

Das Suchen von Ausbildungs-, Praktikums- oder freien Arbeitsplätzen wird angeleitet und begleitet. Gerade in der ersten Zeit der Ausbildung oder der Arbeitsaufnahme ist eine intensive Begleitung wichtig, um die Teilnehmenden zu unterstützen. Außerdem bietet Be In Unterstützung bei der Anerkennung von ausländischen Schul- und Berufsabschlüssen an. Für die Teilnehmenden besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Deutschkenntnisse durch eine Zertifikatsprüfung zu belegen, Fachdeutschkenntnisse zu verbessern und an Bewerbungstrainings teilzunehmen.

Be In vermittelt in Praktika, Studium, Ausbildung und Arbeit und berät Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei Fragen rund um den Arbeitsmarktzugang von Geflüchteten.

Mitarbeiterinnen im Projekt

Niku Schlichting

  • E-Mail: schlichting(at)zbbs-sh.de oder beruf(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 431 667 1152
  • Termine nach Vereinbarung

Ramona López

  • E-Mail: lopez(at)zbbs-sh.de oder beruf(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 431 667 1152
  • Termine nach Vereinbarung

Nathalia Günther

  • E-Mail: guenther(at)zbbs-sh.de oder beruf(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 431 667 1152
  • Termine nach Vereinbarung

Die Förderer

Das Projekt BeIn wird gefördert von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfond. 

Für mehr Informationen zum Netzwerk "Mehr Land in Sicht!" klicken Sie hier

Der aktuelle Flyer zum Netzwerk "Mehr Land in Sicht" als PDF zum downloaden.

Co-Learn

Mit dem Projekt "Co-Learn" wird im ZEIK, dem Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität, ein Raum geschaffen, in dem sich Menschen begegnen, von- und miteinander lernen und sich austauschen können. Ab Februar 2020 gibt es dazu im Rahmen des Projekts die Möglichkeit: jeden Montag zwischen 15 Uhr und 18 Uhr und jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 10 Uhr und 13 Uhr.

Jeden Sonntag ab 10 Uhr findet ein interkulturelles Frühstück statt, das von den Teilnehmenden und Projektleiter Yasin Erfani gemeinsam vorbereitet wird. Anschließend ist das ZEIK bis 20 Uhr geöffnet. Alle drei Monate wird die Zeitschrift „Zeit für ZEIK“ herausgegeben werden. Im Heft sollen auch Geschichten aus dem Projekt „Co-Learn“ veröffentlicht werden.

Eingeladen zum Projekt "Co-Learn" sind Menschen aus Gaarden - unabhängig von Alter und Herkunft - nicht nur, um vorbeizukommen, sondern auch, um ihre Ideen einzubringen.

Über Fragen freut sich Projektleiter Yasin Erfani:

  • +49 431 23939330
  • info(at)zeik-kiel.de

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration und ist eine lokale Maßnahme für Teilhabe und Zusammenhalt (MaTZ)

 

Die Öffnung der Familie

Die Öffnung der Familie

Flüchten heißt nicht „nur“, alles Bekannte hinter sich zu lassen - es heißt auch, irgendwo ganz neu anfangen zu müssen. Wenn Familien gemeinsam flüchten oder durch die Familienzusammenführung wieder beieinander sein können, stehen sie diesem aufgezwungenen Neuanfang zwar nicht (mehr) ganz allein gegenüber – und dennoch ist alles anders: Das Leben in einer Sammelunterkunft, die große Angst um den Aufenthaltsstatus, die häufige Abhängigkeit von Sozialleistungen, Sprachbarrieren, Diskriminierung. Das Festhalten an Altbekanntem kann in dieser Situation ein stabilisierendes Element sein, in manchen Bereichen kann es das Einleben und Ankommen in neuen Strukturen und im neuen Alltag aber auch sehr schwer machen.

Mit unserem neuen Projekt „Die Öffnung der Familie“ möchten wir die Eltern ansprechen und sie fragen: „Welcher Weg im Miteinander fühlt sich gut für euch an?“ In Frauen- und Männergruppen wollen wir sie ohne Druck so begleiten, dass sie ihre persönlichen Antworten auf diese Frage finden können. In – zunächst – muttersprachlichen Angeboten wollen wir Themen wie gesellschaftliches Zusammenleben, die Rolle der Eltern in der Erziehung und Angebote von Kitas, Jugendtreffs und anderen außerschulischen Einrichtungen oder auch das Thema Familienplanung an- und vor allem besprechen. Nach und nach – und natürlich unter Berücksichtigung der Bedarfe der Teilnehmenden – sollen diese Angebote auf andere Themen ausgeweitet werden.

Kinder und Jugendliche müssen sich im Kindergarten oder in der Schule häufig schon automatisch mit neuen Strukturen und Anforderungen an sie auseinandersetzen und leben dadurch manchmal „zwischen den Welten“ oder geraten in Schwierigkeiten mit ihrer Familie. Ziel unseres neuen Projekts ist, die Eltern in der Form zu empowern, dass sie sich sicher in ihrem neuen sozialen und gesellschaftlichen Umfeld bewegen können und gemeinsam mit ihren Kindern einen Weg finden, den Herausforderungen, vor die sie gestellt sind, als Familie zu begegnen. Ziel ist es gleichzeitig auch, die Familien für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am demokratischen Diskurs zu öffnen, sie über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären und ihnen eine diverse Gesellschaft als positiv und bereichernd zu vermitteln.

Es sollen möglichst viele Familien durch das mehrjährige Projekt erreicht werden, um sie über unsere Gesellschaft mit ihren vielfältigen Lebensformen aufzuklären und ihnen ihre Ängste unserer Gesellschaft gegenüber zu nehmen.   

Projektort:

Das Projekt soll in Kiel-Gaarden stattfinden.

Weitere Infos und Kontakt:

Hier gibt es den Projekt-Flyer zum Download.

  • Idun Hübner
  • 0431 2001156
  • huebner[at]zbbs-sh.de

Die Stimme des anderen Geschlechts

Das Projekt "Die Stimme des anderen Geschlechts" ist aus dem Projekt "Bühne frei für Geflüchtete" bzw. "Bühne frei für Geflüchtete 2.0" hervorgegangen. Durch Theater, Tanz, Musik, Filme, Vorträge und Kulinarisches haben Geflüchtete zwischen 2015 und 2019 ihr vielfältiges und unterschiedliches Wissen über ihre Herkunftsländern und ihre Erinnerungen und Eindrücke mit einem interessierten Publikum geteilt - über 9000 Zuschauer*innen konnten so erreicht werden!

Im Projekt "Die Stimme des anderen Geschlechts" erzählen nun geflüchtete Frauen ihre Geschichten. Sie berichten über ihre persönliche Situation, aber auch über die allgemeine Situation von Frauen in ihren Herkunftsländern.

Dazu sind in verschiedenen Städten in ganz Schleswig-Holstein zum einen Abendveranstaltungen geplant. Außerdem umfasst "Die Stimme des anderen Geschlechts" auch ein Schulprojekt: Auch hier wird über die Situation von Frauen aus den verschiedensten Herkunftsländern gesprochen - beispielsweise anhand von Kurzfilmen oder von Aktivitäten von Frauenrechtlerinnen.

Ziele des Projekt "Die Stimme des anderen Geschlechts" sind unter anderem:

  • Empowerment von geflüchteten Frauen, um ihre gesellschaftlichen, sozialen, politischen sowie kulturellen Teilhabemöglichkeiten zu stärken
  • Stärkung der gesellschaftlichen Vielfalt und Akzeptanz, um präventiv sowie aktiv gegen Vorurteile anzugehen und so ein friedliches Zusammenleben vor Ort zu fördern

Bei Rückfragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an

  • Koordination: Ulrike Krogmann: krogmann(at)zbbs-sh.de oder 040 65409418
  • Idun Hübner: huebner(at)zbbs-sh.de oder 0431 200 11 56
  • Parinaz Mehranfar: mehranfar(at)zbbs-sh.de oder 0431 667 11 52

 

Externe Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie

Das Bundesprogramm "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" setzt sich für Projekte zur Demokratieförderung und Extremismusprävention ein und fördert ziviles Engagement und den Einsatz für Vielfalt und Toleranz.

Bundesweit sind vielen verschiedenen Städten „Partnerschaft für Demokratie“ entwickelt worden, die bei der Umsetzung und Finanzierung entsprechender Projekte die notwendige Unterstützung leisten. Auch die Landeshauptstadt Kiel hat an diesem Programm teilgenommen. Für die nördlichen Stadtteile Kiels wurde der Lokalen Aktionsplan Kiel-Nord entwickelt, bei dem die ZBBS als externe Koordinierungsstelle fungiert: Zusammen mit dem Amt für Kultur und Weiterbildung bildet sie die lokale Koordinierungsstelle.

Die Aufgaben der lokalen Koordinierungsstelle sind:

- die Entwicklung und Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans

- der Aufbau von nachhaltigen Strukturen

- die Koordinierung der Projekte zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplans

- die Beratung und Begleitung der Projektträger

- die Abrechnung und Verwaltung der Mittel

Hier gelangen Sie auf die Homepage der Partnerschaft für Demokratie in Kiel.

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IndepenDance - Die internationale Tanzveranstaltung

IndepenDance - Zusammen tanzen und Spaß haben

Diese internationale Tanzveranstaltung findet viermal im Jahr in Kooperation mit der Pumpe statt. Bei jeder IndepenDance wird zur Musik aus einem anderen Herkunftsland gefeiert und getanzt. Immer stehen auch Live-Aufritte verschiedener Künstler*innen auf dem Programm.

IndepenDANCE

 

Das IndepenDance-Team

Annemone Schmidt & Koshrew Ok

independance(at)zbbs-sh.de

IndepenDANCE SH - Facebook-Gruppe

 

 

In Zusammenarbeit mit der Pumpe Kiel organisierten wir Abende, bei denen Musik abseits des Mainstreams aus aller Welt zum gemeinsamen Tanzen und Feiern einläd. Nach dem Erfolg der ersten IndepenDance-Nacht in der Kieler Pumpe 2013 gab es im März 2014 die Fortsetzung - bis heute immer wieder.
Etwa 300 Gäste kommen regelmäßig zum Feiern bei Turk Pop, afghanischer Dombra-Musik, arabischen Raqs, kurdischen Govend und iranischen Bandaritentänzen in die Kieler Innenstadt. Für den idealen Mix sorgen DJs aus den verschiedensten Ländern der Welt, Beatbox-Einlagen und vieles mehr...

Alle Teilnehmer*innen des Tanzabends bzw. IndepenDance können an unsere Emailadresse - independance(at)zbbs-sh.de - ihre Musikwünsche, Lieder als Youtube-Link schicken (bitte nur Tanzmusik), damit wir alle Wünsche der verschiedenen Nationalitäten und Sprachen gemeinsam erfüllen können. Und: So wird es auch für uns leichter, Musik vorzubereiten! 🙂

Vielen Dank an all die Tanzwütigen, die zusammen mit der ZBBS immer wieder dabei sind! Auch Sie sind natürlich herzlich eingeladen, die nächste IndepenDance zu besuchen!

 

Innovatives Projekt am RBZ Wirtschaft in Kiel

Innovatives Projekt für Flüchtlinge im Alter von 18 bis 25 Jahren an ausgewählten Standorten in Schleswig-Holstein unter der Berücksichtigung der unterschiedlichen Strukturräume sowie den sich daraus ergebenden unterschiedlichen Bedarfen und Möglichkeiten am Standort RBZ Wirtschaft in Kiel

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an junge geflüchtete Menschen zwischen 18 – 25 Jahren, die aufgrund ihres Alters nicht der Schulpflicht unterliegen. Da die jungen Menschen keinen Rechtsanspruch auf einen Schulplatz haben, besteht für sie oft keine Möglichkeit einen Schulabschluss zu machen, der oft die Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz darstellt.

Projektbeschreibung

Das Innovative Projekt am Standort RBZ Wirtschaft in Kiel ist ein zweijähriges Modellprojekt, welches am 02. September 2019 startete und eine Laufzeit von zwei Jahren hat.

Im Rahmen des Projektes haben 18 junge Menschen mit Fluchtbiografie die Möglichkeit, ihren Ersten Allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA) zu absolvieren, Praktika in unterschiedlichen Berufsbereichen zu absolvieren und unter Umständen eine passende Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu finden.

Das Ziel des Projektes ist die Qualifizierung von Geflüchteten mit der Perspektive auf Einstieg in eine Ausbildung oder die Arbeitswelt. Da berufliche Beschäftigung eine wesentliche Voraussetzung für eine eigenständige Lebensführung und gesellschaftliche Teilhabe darstellt, wird durch die Projektteilnahme auf die Anforderungen der Berufswelt vorbereitet. Durch begleitete Praktika in unterschiedlichen Berufsbereichen erlangen die Teilnehmer*innen Einblicke in die Arbeitswelt. Ein multiprofessionelles Team begleitet und fördert die jungen Erwachsenen im Rahmen des Projektes. Dieses besteht aus Lehrkräften des RBZ Wirtschaft . Kiel sowie aus Mitarbeitenden der ZBBS e.V. und der BiBeKu mbH.

Der Schulunterricht wird vonseiten der Mitarbeiterin der ZBBS und einem Mitarbeiter der BiBeKu durch Sozialtraining und Coaching ergänzt. Auf die heterogenen biografischen Entwicklungsstände und individuellen Potenziale der einzelnen Teilnehmer*innen wird in Gruppen- und Einzelcoachings bedarfsgerecht und flexibel eingegangen.

Darüber hinaus finden regelmäßig migrationsspezifische Einzelberatungen vonseiten der ZBBS statt, um auf multiple Problemlagen der Teilnehmenden einzugehen.

Eine weitere Besonderheit ist die zweijährige Dauer Projektes. Die jungen Geflüchteten haben i.d.R. in ähnlichen Maßnahmen nur ein Jahr Zeit ihren ESA zu erwerben und sich auf die Berufswelt vorzubereiten. Im Innovativen Projektes haben die jungen Menschen mehr Zeit in der Schule „anzukommen“ und sich in Sicherheit auf ihre berufliche Zukunft zu qualifizieren.

Projektmitarbeiterin:

  • Katharina Perl
  • E-Mail: perl[at]zbbs-sh.de
  • Tel: 0431 64736457

gefördert von

 

Projektpartner

Interkultureller Garten Kiel - Natürlich Inklusiv!

Seit 2019 soll sich mit dem Projekt „Natürlich inklusiv!“, gefördert durch Aktion Mensch, der seit 2014 bestehende Interkulturellen Garten Kiel weiter zu einem offenen und inklusiven Begegnungs- und Bildungsraum entwickeln. Willkommen sind alle Menschen, mit und ohne Behinderungen, verschiedenen Alters, Bildungsschichten und Herkunft, vor allem Gaardener Stadtteilbewohner*innen, Kinder, Familien und Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten.

Jeden Freitag ab 15:00 Uhr treffen wir uns im Interkulturellen Garten Kiel im Sport- und Begegnungspark in Gaarden. Zusammen wollen wir Gemüse anbauen, Blumen pflanzen, uns um die Bienen kümmern und alles tun, was man in einem Garten machen kann und was Freude bereitet - sprachlicher und kultureller Austausch inklusive.
Zusätzlich gibt es Workshops und andere Aktivitäten, wie z. B.

  • Workshops zum Thema Bienen
  • Exkursionen mit Natur- und Umweltbezug
  • Veranstaltungen und Feste im Garten
  • Kreativprojekte für Kinder

Kommt vorbei und bereichert den Garten durch eure Tatkraft und eure Ideen! Angesprochen sind Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten sowie alle anderen interessierten Hobby- und Kleingärtner*innen, die gemeinsam planen, gestalten, säen, pflanzen und ernten wollen und außerdem an einem vielfältigen Austausch interessiert sind.

Bei Sturm, Regen oder Schnee lieber vorsichtshalber unter unten genannter Handynummer nachfragen, ob das Treffen tatsächlich stattfindet.

Kontakt:
Annette Tempelmann
tempelmann(at)zbbs-sh.de
0176 76902809

Der Garten befindet sich im Sport- und Begegnungspark Gaarden, zwischen dem Hans-Geiger Gymnasium und der Fußgängerbrücke. Zu erreichen ist der Garten am besten über die Stoschstraße (Freibad Katzheide), 24143 Kiel-Gaarden.

Die Hans-Christian-Andersen-Schule befindet sich in der Stoschstraße 24-26.

Anfahrt mit dem Bus:

Vom Hauptbahnhof Kiel mit den Linien 22, 71/72 oder 101: - bis Haltestelle „Stoschstraße“, Ostring

In den Wintermonaten treffen wir uns freitags um 16:00 Uhr in der Hans-Christian-Andersen-Schule zum Kochen, Spielen und Reden. Interessierte melden sich bitte bei Annette Tempelmann!

Gefördert wird das Projekt "Natürlich Inklusiv!" durch die Aktion Mensch. Vielen Dank!

Weiterhin bedanken wir uns für die Unterstützung durch das Grünflächenamt der Landeshauptstadt Kiel. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiter*innen des Sport- und Begegnungsparks Gaarden sowie der Hans-Christian-Andersen-Schule, für die unkomplizierte und sehr angenehme Zusammenarbeit!

IQ Netzwerk Schleswig-Holstein - Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

IQ Netzwerk Schleswig-Holstein

Das ZBBS-Team des IQ Netzwerks Schleswig-Holstein freut sich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit!

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung" zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

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Das Förderprogramm besteht aus: einem IQ Multiplikatorenprojekt Transfer, fünf Fachstellen und sechzehn Landesnetzwerken.

 

Mehr zum Netzwerk IQ hier:

Für mehr Informationen zum IQ Netzwerk klicken Sie hier

Für mehr Informationen zum IQ Netzwerk Schleswig-Holstein klicken Sie hier

IQ Netzwerk Schleswig-Holstein - ZBBS e.V.
Anerkennungsberatung Kiel

Kontakt

E-Mail: iq[at]zbbs-sh.de
Sophienblatt 64, 3. Stock, 24114 Kiel
 
 

Telefonische Erreichbarkeit:

Frau Naurus Amin – Tel. 0431 – 780 28 111 (Mo, Di, Mi, Fr)

Frau Katrin Eichhorn - Tel. 0431 – 780 28 110 (Di - Fr)

Beratungstermine nach Vereinbarung! (Freitags geschlossen)

 

Neu: Offene Sprechstunde in Rendsburg und Eutin (ab 2020)

Offene Sprechstunde in Rendsburg (ab März 2019)
jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat
von 9 - 12 Uhr
in der Materialhofstr. 1b, 24768 Rendsburg (bei UTS)

Offene Sprechstunde in Eutin (ab Januar 2020)
jeden 2. Mittwoch im Monat
von 12 - 15 Uhr
in der Plöner Strasse 26, 23701 Eutin (bei Alle an Bord! / ZBBS e.V.)

Terminvereinbarungen gerne über das Büro in Kiel, oder Wartezeiten einplanen.

Haben Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung (die mindestens 12 Monate dauerte) oder ein abgeschlossenes Studium aus Ihrem Herkunftsland?

Dann freuen wir uns darauf, Sie kennen zu lernen!

Termine bitte nach Vereinbarung.

 

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IT-Kurse für Menschen mit (Flucht-)Migrationsgeschichte

Zielgruppe
Das von der Deutschen Postcode Lotterie geförderte Projekt richtet sich an alle Geflüchteten und Migrant*innen, die durch Office-Kenntnisse ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen wollen oder eine Ausbildung bzw. ein Studium im Bereich der Informatik anstreben bzw. bereits durchführen. Insbesondere sollen Frauen ermutigt werden, an diesem Projekt teilzunehmen, da sie häufig aufgrund der Kinder an den normalen Sprach- und Office-Kursen nicht teilnehmen können und im Bereich der Informatik noch immer unterrepräsentiert sind. Bei entsprechender Nachfrage werden Kurse für Frauen eingerichtet.

Ziel des Projekts und Vorgehensweise
Geflüchtete und Migrant*innen sollen durch die Office-Kurse sicher im Umgang mit dem PC und mit Office-Anwendungen werden, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Dazu werden 2 Kurse angeboten:

- Texte schreiben und formatieren mit Word: Geflüchtete und Migrant*innen lernen hier, mit dem Computer umzugehen, Texte zu schreiben und ansprechend zu formatieren, zum Beispiel die eigene Bewerbung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
- Tabellenkalkulation mit Excel: Die Teilnehmenden erstellen, formatieren, filtern und sortieren Tabellen, bilden Summen, entwickeln Formeln und Diagramme. Grundkenntnisse am PC und Sprachniveau A2 sollten vorhanden sein.

Die Informatik-Kurse geben Geflüchteten und Migrant*innen die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der IT zu sammeln, um dann eine fundierte Entscheidung für oder gegen eine Ausbildung bzw. ein Studium in diesem Bereich zu treffen. Gleichzeitig wird ihre Chance auf einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz erhöht bzw. das erfolgreiche Absolvieren der ersten Studiensemester erleichtert. Folgende Kurse werden angeboten:

- Basiskurs Programmierung: Der Kurs vermittelt die Grundkenntnisse der Softwareentwicklung in Java. Voraussetzung ist ein sicherer Umgang mit dem PC und Sprachniveau B1.
- Intensivkurs Programmierung: Wer den Abschlusstest des Basiskurses bestanden hat, kann hier seine Kenntnisse in der Softwareentwicklung vertiefen und die Vorzüge der Objektorientierten Programmierung kennenlernen. Der Kurs schließt mit einer im Team zu erstellenden Projektarbeit ab.
- Basiskurs Computer-Administration: In diesem Kurs werden Software-Installationen, Betriebssysteme, Sicherheit und Surfen im Internet, Computer- und Netzwerk-Komponenten sowie deren Konfiguration vermittelt. Der Kurs wird von Geflüchteten durchgeführt.
- Förderunterricht für Auszubildende der Fachinformatik, die Unterstützung in der Berufsschule oder vor der Abschlussprüfung benötigen.

Jeder Kurs schließt mit einem Abschlusstest bzw. einem Projekt ab. Dafür wird ein Zertifikat ausgestellt. Start der ersten Kurse ist ab Mitte April. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Anmeldungen und Kontakt
Projektleitung: Gunhild Grote
EMail: grote(at)zbbs-sh.de
Tel.: 0152 09640817

Start der Kurse und Kurszeiten:
https://www.zeik-kiel.de/de/projekte/

Ort
Die Kurse finden im ZEIK und ONLINE statt.
ZEIK - Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität
Elisabethstraße 68, 24143 Kiel,
Tel. +49 431 23939330, EMail: info@zeik-kiel.de

Projektförderung
Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Postcode Lotterie

KOALA – Kontakt- und Anlaufstelle: Qualifizierung, Unterstützung und Perspektiven für junge Geflüchtete

KOALA

(KOALA – Kontakt- und Anlaufstelle: Qualifizierung, Unterstützung und Perspektiven für junge Geflüchtete)

Ziel des Projekts "KOALA - Kontakt- und Anlaufstelle für junge Geflüchtete" ist, die Ausbildungsfähigkeit und Ausbildungsvoraussetzungen junger erwachsener Geflüchteter zu verbessern.

Die Zielgruppe sind Geflüchtete zwischen 18 und 27 Jahren in Kiel & Umgebung mit ungesichertem Aufenthalt.

Die Projektmitarbeitenden vermitteln, je nach Bedarf, in Deutschkurse zur Erreichung von B1 bzw. organisieren sogenannte Intensivkurse, um den Anforderungen von Ausbildungs - und Arbeitsmarkt an die Teilnehmenden gerecht zu werden.

Durch ehrenamtlich geführte Module und Nachhilfe werden Teilnehmende darüber hinaus beim Nachholen von Schulabschlüssen (z.B. ESA an der VHS) oder in einer Ausbildung unterstützt. Den Teilnehmenden stehen eine Lern- und eine Sozialberatung flankierend zur Seite.

Das Projekt wird gefördert durch die Aktion Mensch und die Peter-Petersen-Stiftung.

                                                                       

Wichtig: Die Anmeldesprechstunde findet derzeit nicht statt. Interessierte können sich aber gerne per E-Mail, Post oder telefonisch melden (Kontaktdaten siehe unten).

Hier gibt es den Aufnahmebogen 2020 zum Downloaden.

Anmeldespechstunde: Montags, 10-12 Uhr
Ort: ZBBS e.V., Sophienblattt 64 (3. OG), 24114 Kiel

 

Projektmitarbeitende:
Anne Walther-Rothe | walther-rothe(at)zbbs-sh.de | 0431 679 35192
Enno Schöning | schoening(at)zbbs-sh.de | 0431 679 35 193

 

Kulturwochen - Der andere Blick

Die „Kulturwochen - Der andere Blick“ finden im November 2020 und im November 2021 statt. Ein je vierwöchiges Kunst- und Kulturprogramm zu den Ländern Afghanistan (2020) und Syrien (2021) soll den Besucher*innen an verschiedenen Orten in Kiel Einblicke in diese Länder ermöglichen. Ziel ist es, ein differenziertes Bild von Afghanistan und Syrien zu zeichnen und mediale Reproduktionen und stereotype Bilder zu hinterfragen.

Mit dem Projekt "Kulturwochen - Der andere Blick" wird zum einen angeknüpft an die positiven Erfahrungen aus den Kulturwochen Nahost im Rahmen des "Radius of Art"-Projekts der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, der Landeshauptstadt Kiel und der Muthesius Kunsthochschule. Zum anderen baut das Vorhaben auf den positiven Erfahrungen der ZBBS aus der Veranstaltungsreihe „Bühne frei für Geflüchtete“ und dem Schulprojekt "hinSehen" auf.

Weitere Informationen bei:

  • Parinaz Mehranfar 
  • 0431 667 11 52 oder mehranfar(at)zbbs-sh.de

Ein gemeinsames Projekt der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und der ZBBS

Gefördert durch die Landeshauptstadt Kiel

Playback-Theatergruppe „Faces of Change“

Seit Herbst 2019 haben sich die Künstler*innen von „Faces of Change“ nach und nach zu einer festen Gruppe zusammengefunden und im Februar 2020 ihren ersten Auftritt im beinahe bis auf den letzten Platz besetzen ZEIK absolviert.

Die Gruppe arbeitet nach der Methode des Playback-Theaters, bei der dem Publikum eine wichtige Rolle zukommen: Playback-Theater ist eine besondere Form des improvisierten Theaters, bei dem persönliche Geschichten des Publikums bzw. einzelnen Zuschauer*innen durch die Schauspieler*innen spontan in bewegte Bilder, Szenen und Musik umgesetzt und so dem*der Erzählenden “zurückgespielt“ wird – daher kommt auch der Name Playback-Theater.

Zu Wort kommen können in diesem Rahmen dann natürlich sowohl „alteingesessene“ Kieler*innen als auch Geflüchtete, die erst seit kurzem oder auch schon etwas länger in Kiel leben. Über diesen Zugang können sich den Anwesenden jeweils andere Perspektiven eröffnen, sie lernen sich untereinander besser kennen und haben die Möglichkeit, persönliche Geschichten aus erster Hand und nicht über Dritte vermittelt zu hören und über die Darstellung auf der Bühne auch zu erfahren.

Über Auftritte unserer Theatergruppe halten wir sie auf unserer Homepage auf dem Laufenden.

Gefördert von der Landeshauptstadt Kiel im Rahmen des Förderfonds „Zusammenhalt stärken – Teilhabe sichern“

Schulprojekt Hinsehen

„Es ist nicht wichtig, was Du betrachtest, sondern was Du siehst!“- dieses Zitat von Henry David Thoreau zeigt den Leitgedanken des Projekts „hinSEHEN“ der ZBBS auf.

Geflüchtete, die in Deutschland leben, warten oft Jahre ohne eine Antwort auf ihren Asylantrag und sind nahezu „unsichtbar“ für die meisten. Sie sind geflüchtet mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und führen hier häufig ein trostloses Leben ohne Perspektive.

Die ZBBS e.V. setzt sich dafür ein, dass die jungen Menschen ihr Leben hier nicht nur fristen, sondern auch in einer konstruktiven Weise gestalten können. Das Ziel ist, dass auch Andere diese Menschen hören und SEHEN und die Wahrnehmung von Geflüchteten sich nicht nur auf Nachrichten aus der Tagespresse beschränkt, aus denen hervorgeht, dass wieder junge Afghanen in einem LKW auf der Autobahnraststätte fast erstickt wären.

Diese Menschen sind mitten unter uns und wollen hier leben.

Im Projekt hinSehen werden Schülerinnen und Schülern direkte Begegnungen auf Augenhöhe mit ungefähr gleichaltrigen Zeitzeugen ermöglicht.

Die Methoden, die eingesetzt werden, wie Theater, Film, Musik und Tanz, sind besonders geeignet, weil darüber Erfahrungen auch sinnlich vermittelt und Lernen auf verschiedenen Ebenen stattfinden kann.

Damit alle Beteiligten voneinander lernen können, werden alle Lerninhalte gemeinsam erarbeitet. Auch sollen die Teilnehmenden ihre Ideen einbringen und dabei verschiedenste Medien nutzen können, so dass unterschiedliche Formen der Begegnung gefördert werden. Die Kompetenzen, die die Geflüchteten mitbringen, können so aufgegriffen werden. Es geht darum, sie zu Wort kommen zu lassen.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Fragestellungen wie:

  • Was ist Heimat?
  • Wie leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion gemeinsam und miteinander?
  • Was können sie voneinander lernen?
  • Welche Sprache(n) sprechen wir?
  • Wie werden kulturelle und sprachliche Unterschiede als Bereicherung statt als Barriere wahrgenommen?
  • Wie denkt der andere?
  • Welche Grenzen gibt es und wie können sie überwunden werden?
  • Wie können gewohnte Verhaltens- und Denkmuster aufgebrochen und individuelle Perspektiven von allen Beteiligten erweitert werden?

Kontakt: Idun Hübner, Tel. 0431-2001156, huebner[at]zbbs-sh.de

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Landesbeauftragen für politische Bildung Schleswig-Holstein durchgeführt.

Impressionen aus unseren Schulprojekten

ZEIK - Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität

Mit dem ZEIK haben Geflüchtete verschiedenster Herkunft einen selbst verwalteten und organisierten Ort der interkulturellen Begegnung, des Austauschs und gegenseitigen Lernens geschaffen. Es ist ein Ort entstanden, an dem neue Denkweisen und kreative Ideen ausgetauscht werden und in dem das interkulturelle Leben gelebt wird. Junge Geflüchtete teilen ihre Ideen und tauschen sich mit Anderen aus. Alle Angebote des ZEIK werden von Geflüchteten organisiert und umgesetzt. Gleichzeitig richten sich die Angebote auch an die ansässige Bevölkerung in Kiel bzw. aus dem Stadtteil Gaarden, um das gute Zusammenleben aller zu stärken. Die Angebote umfassen ein weites Spektrum. Es kommen auch immer wieder neue Ideen und Angebote hinzu. So werden zum Beispiel ein EDV-Kurs für Frauen, ein Mal- und Zeichenkurs für Kinder und Jugendliche, ein Kunstprojekt für Frauen, ein traditionell arabischer Tanzkurs, ein Deutsch-Tutorium für eritreische Geflüchtete sowie ein Einsteiger-Deutschkurs für ältere Menschen, angeboten.

Auf der ZEIK-Webseite befinden sich detaillierte Informationen, zu den laufenden Angeboten: http://www.zeik-kiel.de

Hier ein Foto der ZEIK-Eröffnungsfeier vom 17. März 2018

 

Das ZEIK hat vom 21.03. bis zum 02.05. am Hertie-Crowdfunding-Contest teilgenommen.

Durch die Spenden vieler Unterstützer*innen, konnte das ZEIK-Team in 6 Wochen 11.773€ Spenden sammeln. Zu diesen sind noch 5.000€ von der Hertie-Stiftung hinzu gekommen, sodass insgesamt 16.773€ zusammengekommen sind. Mit so viel Geld kann das ZEIK-Team viele tolle Projekte verwirklichen – ZEIK sagt herzlichen Dank!

Herzlich Dank auch an das Unperfekthaus für die Spende von 1000 Euro:

uph-logo

 

ZEIK BIKE - ZEIK macht mobil für eine offene Gesellschaft

Die gleiche Wertschätzung, unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion, Nationalität, Behinderung, Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Ein friedliches und respektvolles Zusammenleben vor Ort. Empowerment von Migrant*innen und Geflüchteten zur Stärkung ihrer gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten. Stärkung der gesellschaftlichen Vielfalt und Akzeptanz dieser. Kurz: Gelebte Vielfalt und Demokratie. Dafür steht das ZEIK!

In Zeiten, in denen Vielfalt in Frage gestellt wird, sieht sich das ZEIK-Team umso mehr in der Verantwortung, diese Werte und Grundsätze, die das ZEIK prägen, stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit unserem neuen ZEIK BIKE, einem E-Lastenfahrrad, möchten wir Begegnungen, die momentan noch eher auf unser Zentrum in der Elisabethstraße 68 beschränkt sind, an vielen anderen Ort in Kiel schaffen: Auf Märkten, Stadtteilfesten, am Hafen oder in der Fußgängerzone. Über Live-Musik, Fingerfood und Tanz möchten wir mit Menschen ins Gespräch kommen – wir machen mobil für eine offene Gesellschaft.

Gefördert von der Deutschen Postcode Lotterie

Beendete Projekte

Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

Seit Mitte 2016 gibt es in Kiel die Beratungsstelle für ehrenamtlich Flüchtlingshilfe. Das städtische Referat für Migration, das nettekieler Ehrenamtsbüro und die ZBBS unterstützen und stärken Menschen, die sich ehrenamtlich in der Hilfe für Geflüchtete engagieren - zum Beispiel als Ansprechpartnerinnen bei Fragen, Wünschen und Anregungen zu Thema oder durch die Organisation von Austausch- / Fortbildungsveranstaltungen und Netzwerktreffen.

In der ZBBS liegt der Schwerpunkt der Arbeit der Beratungsstelle vor allem im Bereich der ehrenamtlichen Sprachförderung für Geflüchtete -  denn: Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Für viele Geflüchtete sind ehrenamtlich geführte Deutschkurse momentan die einzige Möglichkeit, Deutsch zu lernen.

Schon seit vielen Jahren unterstützen Freiwillige die ZBBS dabei, solche Kurse durchzuführen.

Immer wieder sind wir auch auf der Suche nach Personen, die Interesse haben, in einem ehrenamtlichen Deutschkurs zu unterrichten.
Sind Sie Interessiert? Melden Sie sich gerne bei uns:

Kontakt:

▪ Sonja Lingenauber
▪ lingenauber(at)zbbs-sh.de
▪ 0431 67935193

Gefördert durch:

SozMin

 

Bühne frei für Geflüchtete

Geflüchtete stellen ihre Herkunftsländer vor

In verschiedenen Kultureinrichtungen Kiels veranstalten Geflüchtete regelmäßig Abende zu ihren Herkunftsländern. Nicht die Flucht und Fluchtwege stehen bei diesen Veranstaltungen im Vordergrund, sondern die Vielfältigkeit und die Besonderheiten der verschiedenen Herkunftsländer.

Durch Theater, Tanz, Musik, Filme, Vorträge und Kulinarisches teilen Geflüchtete ihr vielfältiges und unterschiedliches Wissen und ihre Erinnerungen und Eindrücke mit einem interessierten Publikum.

So ergeben sich neue Begegnungen und Räume zum gemeinsamen Austausch.

bingoDas Projekt "Bühne frei für Geflüchtete" wird gefördert von Bingo!

 

Bisherige Veranstaltungen:

Die Sprache der Frauen

Zielgruppe: Das Projekt „Die Sprache der Frauen“ richtet sich an Frauen mit Flucht-/Migrationshintergrund im Raum Kiel und auch in Neumünster.

Projektinhalt: Die Inhalte des Projekts greifen Themen auf, die die Teilnehmerinnen direkt betreffen. Die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung von Frauenbildern, gesellschaftliche Missstände, die Frage nach Gleichberechtigung und Gleichbehandlung werden ins Zentrum der Diskussion gerückt. Im Hinblick auf die Situation von Frauen wenden wir unseren Blick auf Deutschland sowie den Iran, Irak, Syrien, Afghanistan und setzen uns mit der aktuellen Situation im Umgang mit Frauenrechten auseinander. Eine kritische Diskussion und Austausch über eigene Erfahrungen entstehen.
Um diese anzuregen, werden Lesungen zu den erwähnten Themen gehalten, vorrangig von weiblichen Autorinnen, die sich mit dem Zeitgeist ihrer Kultur und Gesellschaft auseinander setzen. Auch Filme und Reportagen werden gemeinsam geschaut mit anschließender Diskussionsrunde. Die Vorschläge zu den angebotenen Filmen oder Literaturvorschläge werden von den Frauen mitgestaltet.
Die kulturelle Identität soll nicht durch eine kritische Haltung zu gesellschaftlichen und politischen Missständen negativ besetzt werden. Deshalb ist es für die teilnehmenden Frauen wichtig das Projekt auch als Raum zu nutzen. Wir tanzen gemeinsam und beschäftigen uns mit orientalischer Musik und Klängen. Das Kochen und gemeinsame Essen verbindet die Gruppe und gibt einen gemütlichen Raum für Gespräche, Austausch und Kontaktaufnahme. Das Kochen in Gemeinschaft ist dann nicht eine Verpflichtung sondern eine gemeinsame Aktion.
Weiterhin werden auch Museen oder Ausstellungen besucht, um den Aktionskreis nicht nur auf das Kulturzentrum Kiel oder Neumünster zu beschränken. Exkursionen in dieser Hinsicht werden auch weiterhin geplant.

Projektidee: Die Initiative zu diesem Angebot entstand aus der Überlegung heraus, Frauen zu unterstützen, die in die gesellschaftliche Randständigkeit geraten sind. Ihnen soll ein Gesprächs- und Erfahrungsraum eröffnet werden, den sie selbst mitgestalten können. Gleichzeitig soll dies eine Möglichkeit zur Teilhabe und Partizipation bieten und langfristig Frauen stärken ihre Interessen und Rechte zu vertreten.

Projektmitarbeiterin:
Parinaz Mehranfar
mehranfar@zbbs-sh.de

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Landesbeauftragten für Politische Bildung Schleswig-Holstein durchgeführt.

 

INCOSO - Integration Song Contest

Der Integration Song Contest ist ein alle zwei Jahre stattfindender Wettbewerb. Das übergreifende Thema ist Integration. Aus diesem Bereich wird zu jeder Ausschreibung ein neues Thema gewählt, zu dem Jugendliche in ihrer Lebenswelt recherchieren und einen Song produzieren. Der Contest richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klassen in Schleswig-Holstein.

Mehr Informationen zum Wettbewerb gibts auf der Internetseite des INSOCO.

 

Förderer und Unterstützer

Projektträger ist die ZBBS. INSOCO wird gefördert und unterstützt von: AKJS e.V., Kirchlicher Entwicklungsdienst KED, Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, BINGO!- die Umweltlotterie, Evangelisch-lutherische Kirche in Norddeutschland, INSOUND, Coast Rock, Landeshauptstadt Kiel, Schleswig-Holsteinischer Heimatbund, mittendrin, G16.

 

INSOCO 2015

Zum fünften Mal fand am 2. Juli 2015 der "Integration Song Contest". In diesem Jahr wurde der Begriff "Verantwortung" ins Visier genommen. Jede Band hat ihrem selbstgeschriebenen Lied einen anderen Schwerpunkt gesetzt und "Verantwortung" ganz persönlich interpretiert: Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben, für einen Freund oder für den Familieneinkauf. Jede Band thematisierte das, was ihnen am wichtigsten war.

Zum Sieger des diesjährigen INSOCO wurde die Husumer Schülerband und ihr Song "Verantwortung" gekürt - der Preis: eine Tonstudioaufnahme.

Interkultureller Garten Kiel (Dezember 2013 bis März 2019)

Zur Geschichte des Gartens:
Anfang 2014 begann auf der Fläche dreier ehemaligen Kleingärten im Sport- und Begegnungsparks Gaarden, die dann mehrere Jahre brach lag, der Aufbau des Interkulturellen Gartens Kiel. Seit 2016 unter dem Namen ZusammenWachsen – Interkultureller Garten Kiel hat er sich, gefördert durch verschiedene Stiftungen und andere Geldgeber, im Laufe der Jahre zu einem Ort der Begegnung entwickelt. Anfangs vor allem gedacht für Menschen, deren Aufenthaltsstatus oft unsicher ist, die häufig keinen Anspruch auf Deutschkurse haben und teilweise durch ihre Flucht traumatisiert sind.

Die Fläche von 1200 m² wurde zum biologischen Anbau von Obst, Gemüse und Zierpflanzen wie auch zum Spielen und geselligen Beisammensein genutzt. Darüber hinaus gab es das Angebot eigene Beete zu bewirtschaften, was aber nicht genutzt wurde. Neben der regionalen natur- und klimaschonenden Produktion von Lebensmitteln wurde so gleichzeitig ein Beitrag zur gesunden Ernährung geleistet. An diesem Ort der Begegnung wurde zusammen geplant, gebaut, gesät, geerntet, gekocht und - fast nebenbei - das Erlernen der deutschen Sprache gefördert.

In den Wintermonaten ruhte der Garten. Um in Kontakt zu bleiben und eine andere Form des Miteinanders zu pflegen, wurde in dieser Zeit wöchentlich gemeinsam gekocht. Dabei war abwechselnd jeder einmal Küchenchef*in und leitete alle übrigen an. Gegessen wurde dann natürlich zusammen, zum Beispiel Arabisch, Persisch, Türkisch, Polnisch oder auch mal Deutsch. Daraus ist das mit vielen Fotos bebilderte Kochbuch „Wir kochen vor Mut“ entstanden, was man bei der ZBBS gegen eine Spende erwerben kann.

Seit dem Frühjahr 2018 sind drei umliegende Schulen mit verschiedenen Projekten und Gruppen im Garten aktiv. Die Hans-Christian-Andersen-Stadtteilschule nutzte den Garten für Angebote der Ganztagsbetreuung. Vom Hans-Geiger-Gymnasium fanden AGs im Garten statt und Beete wurden von Oberstufenschüler*innen angelegt und bewirtschaftet. Eine Klasse der Werkstufe von der Ellerbeker Schule – Förderschule geistige Entwicklung, die in den Räumen der RBZ-Technik unterrichtet wurde, nutzte den Garten wöchentlich, um den Schüler*innen das Berufsbild Garten- und Landschaftsbau näher zu bringen.

Rückblick
Hier können Sie noch eine kurze Zusammenfassung der Jahre 2014 - 2016 anschauen. Ein Rückblick in Bildern

Unterstützung
Gefördert und unterstützt wurde das Projekt in den Jahren Dezember 2013 bis März 2019 durch BINGO! Die Umwelt Lotterie, die Stiftung MITARBEIT, die Stiftung Interkultur, die Deutsche Postcode Lotterie, die Landeshauptstadt Kiel und oar Humus- und Erdenwerk.
Das Projekt wurde außerdem durch das bürgerschaftliche Engagement vieler Menschen unterstützt und bereichert. Vielen Dank!

Interkulturelle Gärten in Deutschland
Auf der Homepage des Online-Magazins der Gartenhaus GmbH finden Sie einen spannenden Bericht und weitere Informationen über interkulturelle Gärten. Durch eine interaktive Karte können Sie Beispielgärten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennenlernen - auch das Projekt ZusammenWachsen - Interkultureller Garten Kiel wird dort vorgestellt. Schauen Sie doch mal vorbei: https://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/interkulturelle-gaerten/

 

Lebenswege - Das Zeitungsprojekt

Die Zeitschrift "Lebenswege" wurde von September 2016 bis Dezember 2017, durch großes ehrenamtliches Engagement aller Beteiligeten erstellt.

Das Team von "Lebenswege" informierte einerseits alle Interessierten über das Leben von Geflüchteten, andererseits informierten aber auch Geflüchtete über das Leben in Kiel und Schleswig-Holstein.

Finanziert wurde die Zeitschrift aus Mitteln der Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" des NDR. Trägerin der Zeitschrift war die ZBBS e.V.

Wir hoffen, dass Sie viel Spaß beim Lesen und Stöbern hatten!

 

new ways for newcomers - Ein Integrationsprojekt von Geflüchteten für Geflüchtete

Ein Integrationsprojekt von Geflüchteten für Geflüchtete

Das Projekt „New Ways for Newcomers“ ist ein Integrationsprojekt von Geflüchteten für Geflüchtete mit präventivem Charakter. Übergeordnetes Ziel ist, die gesellschaftliche Integration von Geflüchteten im Aufnahmeland durch Wissensaufbau und sozio-kulturelle Sensibilisierung zu fördern. Es richtet sich an Geflüchtete, die nicht die Möglichkeit haben, an geförderten Deutsch- und Integrationskursen teilzunehmen oder die sehr lange auf einen solchen Platz warten müssen und hat sich zur Aufgabe gemacht, ihnen mit einem muttersprachlichen Bildungsangebot Grundwissen zu den drei Themenkomplexen Demokratie, Menschen- und Frauenrechte sowie allgemein geteilte gesellschaftliche Werte und Normen in Deutschland zu vermitteln. Der Präventionsansatz des Projektes hat zum Ziel, durch Wissensaufbau und Vermittlung des Wertekanons der Aufnahmegesellschaft Prozessen der Marginalisierung und Desintegration mit all ihren negativen Folgen für die Betroffenen entgegenzuwirken, der Anfälligkeit insbesondere von geflüchteten männlichen Jugendlichen für extremistische Ideologien vorzubeugen und zu verhindern, dass sie sich bspw. aufgrund ihrer sozialen und kulturellen Entwurzelung freiwillig extremistischen Gruppen anschließen.

Die Projektidee trägt der besonderen Lebenssituation geflüchteter Menschen Rechnung. Mit in der Regel zunächst geringen Kenntnissen der deutschen Sprache und Kultur oder des Rechtssystems sind sie auf Orientierungshilfen, Informationen und Unterstützung bei der Bewältigung des Lebens in der neuen Gesellschaft angewiesen. Komplexe gesellschaftspolitische Themen werden für die Zielgruppe verständlich in ihren Muttersprachen angeboten.

„New Ways for Newcomers“ umfasst drei Teilprojekte, wobei das Teilprojekt I „New Ways for Newcomers – Langzeitschulung“, das Herzstück des Projektes darstellt. Es besteht aus drei aufeinanderfolgenden Modulen (Demokratie und Menschenrechte, Feminismus und Frauenrechte, Deutsche Geschichte und gesellschaftliche Regeln) mit je drei Monaten Dauer, die zu gleichen Teilen in Farsi und Arabisch durchgeführt werden. Für die drei Themenkomplexe wurden eigens für das Projekt muttersprachliche Lehrhefte erstellt. Durch Reflexion, Sensibilisierung und den Abbau von Stereotypen und Vorurteilen ermöglicht das Programm das Verstehen sozio-kultureller Unterschiedlichkeiten und die Entwicklung von Toleranz gegenüber möglicherweise konfligierenden Werthaltungen, Einstellungen und Lebensformen. Ergänzt wird diese Maßnahme durch Teilprojekt II: „Integration von der ersten Stunde an – Kompaktschulung zur Erstinformation Geflüchteter“, ein Kurzzeitangebot für Erstaufnahmeeinrichtungen, das über wichtige Regeln des Zusammenlebens in Deutschland informiert. Schließlich werden in Teilprojekt III: „Multiplikator*innenschulung für N4N“ fortlaufend geeignete Geflüchtete als Dozent*innen ausgebildet.

gefördert durch:

  • Peter Petersen Stiftung

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Einblicke in das Projekt

Seit dem 21. Februar 2017 findet das Projekt New Ways For Newcomers im BBZ Rendsburg-Eckernförde statt. In dem Projekt beschäftigen sich 114 Schülerinnen und Schüler aus den DaZ (Deutsch als Zweitsprache) – Klassen der Berufsschule in den jeweiligen Erstsprachen mit Themen wie Demokratie, Menschenrechte, Frauenrechte und Feminismus. Die Kurse finden derzeit auf Arabisch und Persisch statt. Die meisten Teilnehmenden kommen aus Afghanistan, Syrien, Jemen und Iran und sind zum größten Teil als „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ nach Deutschland geflohen.

Ein bestehender und sich zuspitzender globaler Antisemitismus, darf auch in DaZ-Klassen nicht unangesprochen bleiben.

Deswegen beschlossen Ehsan Abri und Majid Javaherian, beide Lehrer im Projekt New Ways For Newcomers, im Rahmen eines Wandertages am 11. Mai 2017 mit sechs ihrer in Rendsburg stattfindenden Kurse, die in der Stadt verlegten Stolpersteine zu putzen. Herr Abri berichtet, dass viel diskutiert wurde, die Resonanz von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sowie von Passanten in der Innenstadt war positiv. „Es hat unsere Schülerschaft sehr interessiert, durch ihre Stadt zu gehen, über die verlegten Steine wortwörtlich „zu stolpern“. So konnten wir uns über einzelne, im NS verfolgte und ermordete Personen informieren und auf diesem Weg die historischen Hintergründe thematisieren. Es muss der Raum geschaffen werden, überhaupt über diese Themen zu diskutieren“, so Abri.

Die aktive Auseinandersetzung junger Muslime mit der jüdischen Geschichte in Deutschland soll mehr Bewusstseinsbildung schaffen und Toleranz fördern. Ein Vorteil des Projektes ist hierbei, dass die beiden Lehrer Abri und Javaherian, die beide im Mittleren Osten aufgewachsen sind, in den jeweiligen Erstsprachen diskutieren können und Erfahrungen der jungen Menschen teilen.
Ehsan Abri bemerkt dazu folgendes: „Der Weg zu einem offenen, demokratischen Miteinander, in dem ein gleichberechtigter und vorbehaltloser Diskurs möglich ist, ist noch weit. Aber das Projekt ist ein kleiner, erster Schritt."

Neben dem Putzen der Stolpersteine ergab es sich, dass Schülerinnen und Schüler auf dem Weg durch Rendsburg Müll einsammelten, angelehnt an den letzten Themenblock des Kurses „Umwelt und Naturschutz“.

Kontakt: abri@zbbs-sh.de

Für die fotographische Dokumentation danken wir Nayef Bakrawi und Anas Ibrahim.

Projekt dazugehören

Projekt dazugehören - Hand in Hand mit Ehrenamt (01.01.2015 - 31.12.2017)
Das Projekt dazugehören richtete sich an junge Geflüchtete mit ungesichertem Aufenthalt (Aufenthaltsgestattung und Duldung) und Personen, die sich freiwillig in der Sprachvermittlung engagieren wollen.

Das Projekt wurde von Aktion Mensch und der Peter Petersen Stiftung gefördert und hatte eine Laufzeit von drei Jahren.
Das Projekt dazugehören wurde durch das Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity (IGD) der Fachhochschule Kiel evaluiert.

Ausgangslage:
Menschen im Asylverfahren oder mit einer Duldung haben keinen Regel-Anspruch auf einen geförderten Deutschkurs. Für viele Menschen bedeutet das nicht nur eine jahrelange Wartezeit auf die Chance sich in Deutschland integrieren zu können, sondern kaum Möglichkeiten sich überhaupt in der Gesellschaft zu orientieren, in der Nachbarschaft zurechtzukommen und sich artikulieren zu können – kurz gesagt „dazu(zu)gehören“.
Diese Versorgungslücke kitten momentan viele, viele Freiwillige, die sich meist vor Ort engagieren.
In den vergangenen Jahren fanden schon einige Deutschkurse von Freiwilligen statt, sowohl in der ZBBS e.V. als auch an der Kieler Volkshochschule. Mit den steigenden Zahlen von Geflüchteten steigt der Bedarf nach solchen Angeboten, erfreulicherweise aber auch das gesellschaftliche Interesse sich zu engagieren.
Das Projekt dazugehören bot den Freiwilligen Fortbildungen und Foren zum gegenseitigen Austausch an und koordinierte die ehrenamtlich geführten Deutschkurse an der Volkshochschule Kiel und der ZBBS e.V..
Des Weiteren stand den Teilnehmenden der Sprachkurse ein Angebot der Sozial- und Lernberatung zur Verfügung.

Teilnehmer*innen waren Geflüchtete mit ungesichertem Aufenthalt, die in Kiel leben.
Projektmitarbeiter*innen waren Anne Walter-Rothe und Enno Schöning.

(Projekt-)Beauftragter für eritreische Angelegenheiten

(Projekt-)Beauftragter für eritreische Angelegenheiten

Angebote und Projekte:

▪      Beratung und Unterstützung insbesondere von eritreischen Geflüchteten in Migrationsangelegenheiten (Behörde, Ärzte, Jobcenter etc.), bei der Jobsuche, Wohnungssuche und weiteren Angelegenheiten.

▪       Übersetzertätigkeiten für Tigrinya und Arabisch bei den Beratungsangeboten der ZBBS e.V. (Migrationsberatung - MBE und MBSH).

▪     Enge Zusammenarbeit mit dem Projekt ZEIK – Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität. Planung und Durchführung von Projekten für Geflüchtete zu relevanten Themen der Integration.

▪       Planung und Durchführung von Nachhilfeangebote für Deutsch, Mathe, Biologie, Geschichte, Politik und Geographie in Zusammenarbeit mit dem Projekt KOALA – Kontakt- und Anlaufstelle für junge Geflüchtete.

▪      Planung und Durchführung von gemeinsamen Projekten für junge Geflüchtete  in Zusammenarbeit mit dem RBZ – Regionales Bildungszentrum Kiel.

Mitarbeiter:

Filmon Frezghi

▪       E-Mail: frezghi(at)zbbs-sh.de
▪       Telefon: + 49 178 9503855
▪       Termine nach Vereinbarung