Projekte

Durch kulturelle und arbeitsmarktbezogene Projekte verfolgt die ZBBS zwei Ziele:

Ein Ziel ist die interkulturelle Öffnung der deutschen Mehrheitsgesellschaft gegenüber Zugewanderten und auch, dass die Vielfalt der Kulturen in Deutschland als eine Bereicherung erlebt wird. Darüber hinaus möchten diese Projekte dazu beitragen, dass Geflüchtete und Migrant*innen ihre Chancen erhöhen können: ihr Leben verantwortlich zu gestalten und die Anforderungen, die Gesellschaft, Arbeit und Alltag an sie stellen, zu bewältigen.

Doch nun genug zur “Theorie” – auf den folgenden Seiten finden Sie weiterführende Informationen zu und Einblicke in die verschiedenen Projekte der ZBBS!

BE IN - Beratung zur Beruflichen Integration von Geflüchteten

Be In - Berufliche Integration von Geflüchteten

Be In ist ein Teilprojekt des Netzwerkes "Mehr Land in Sicht! - Arbeit für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein".

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an Geflüchtete mit ungesichertem Aufenthaltsstatus d.h. Asylbewerber*innen, aufenthaltsrechtlich geduldete Geflüchtete mit (zumindest nachrangigem) Arbeitsmarktzugang und Geflüchtete mit zweckgebundener Aufenthaltserlaubnis.

Ziel des Projekts und Vorgehensweise

Das Ziel von BeIn besteht darin, durch Beratung und Begleitung Geflüchtete beim beruflichen (Wieder-)Einstieg zu unterstützen. Darauf werden die Teilnehmenden durch eine ausführliche Kompetenzermittlung und intensive persönliche Beratung zur beruflichen Orientierung vorbereitet. BeIn bietet Unterstützung bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen aus der Heimat an. Außerdem besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, evtl. Deutschkenntnisse durch eine Zertifikatsprüfung zu belegen, Fachdeutschkenntnisse zu verbessern und an Bewerbungstrainings teilzunehmen. Das Suchen von Ausbildungs- oder Praktikumsplätzen bzw. von freien Arbeitsplätzen wird angeleitet und begleitet. Gerade in der ersten Zeit der Ausbildung bzw. Arbeitsaufnahme ist eine intensive Begleitung wichtig, um die Teilnehmenden zu unterstützen.

Mitarbeiterinnen im Projekt

Hayal Agri

  • E-Mail: agri(at)zbbs-sh.de oder beruf(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 431 667 11 52
  • Termine nach Vereinbarung

Derya Ercan

  • E-Mail: ercan(at)zbbs-sh.de oder beruf(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 431 667 11 52
  • Termine nach Vereinbarung

Astrid Faehling

  • E-Mail: faehling(at)zbbs-sh.de oder beruf(at)zbbs-sh.de
  • Telefon: +49 431 667 1152
  • Termine nach Vereinbarung

 

Die Förderer

Das Projekt BeIn wird gefördert von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Europäischen Sozialfond für Deutschland und Xenos.
Das Projekt BeIn wird gefördert von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Europäischen Sozialfond für Deutschland und Xenos.

 

Für mehr Informationen zum Netzwerk "Mehr Land in Sicht!" klicken Sie hier

IQ Netzwerk Schleswig-Holstein - Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

IQ Netzwerk Schleswig-Holstein

Das ZBBS-Team des IQ Netzwerks Schleswig-Holstein freut sich weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit!

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung" zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).

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Das Förderprogramm besteht aus: einem IQ Multiplikatorenprojekt Transfer, fünf Fachstellen und sechzehn Landesnetzwerken.

 

Mehr zum Netzwerk IQ hier:

Für mehr Informationen zum IQ Netzwerk klicken Sie hier

Für mehr Informationen zum IQ Netzwerk Schleswig-Holstein klicken Sie hier

Kontakt zum IQ Team in der ZBBS e.V.:

IQ Juni 2017

vlnr: A. Faehling, K. Eichhorn, A. Tempelmann, N. Amin  (nicht im Bild: J. Prager)

IQ Netzwerk Schleswig-Holstein - ZBBS e.V.
- Anerkennungsberatung Kiel
- Schulungen zur Anerkennungsgesetzgebung

E-Mail: iq[at]zbbs-sh.de
Sophienblatt 64 A, 4. Stock, 24114 Kiel

Telefonische Erreichbarkeit:

Frau Naurus Amin – Tel. 0431 – 780 28 111

Frau Katrin Eichhorn - Tel. 0431 – 780 28 110

Frau Annette Tempelmann - Tel. 0176 - 76 90 28 09

Frau Astrid Faehling - Tel. 0431 - 780 28 110

 

Beratungstermine nach Vereinbarung! (Freitags geschlossen)

Haben Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung (die mindestens 12 Monate dauerte) oder ein abgeschlossenes Studium aus Ihrem Herkunftsland? Dann freuen wir uns darauf, Sie kennen zu lernen! Termine bitte nach Vereinbarung.

 

Schulungen zur Anerkennungsgesetzgebung

Wir schulen auch 2017 zur Anerkennungsgesetzgebung! - Möchten auch Sie geschult werden? Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Offene Termine für 2017

  • Donnerstag, 12. Oktober, 10-12:30 Uhr
  • Donnerstag, 07. Dezember, 9-11:30 Uhr

Rufen Sie uns dazu an oder schicken uns unter iq[at]zbbs-sh.de eine Mail - vielen Dank!

Weitere Informationen finden Sie in unserem Folder:

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PDF-Dokument [718.8 KB]

 

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Projekt dazugehören - Ehrenamtliche Deutschkurse für Geflüchtete

Projekt dazugehören - Hand in Hand mit Ehrenamt

Das Projekt dazugehören richtet sich an junge Geflüchtete mit ungesichertem Aufenthalt (Aufenthaltsgestattung und Duldung) und Personen, die sich freiwillig in der Sprachvermittlung engagieren wollen.

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Das Projekt wird von Aktion Mensch und der Peter Petersen Stiftung gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Das Projekt dazugehören wird durch das Institut für Interdisziplinäre Genderforschung und Diversity (IGD) der Fachhochschule Kiel evaluiert.

 

Ausgangslage

Menschen im Asylverfahren oder mit einer Duldung haben keinen Regel-Anspruch auf einen geförderten Deutschkurs. Für viele Menschen bedeutet das nicht nur eine jahrelange Wartezeit auf die Chance sich in Deutschland integrieren zu können, sondern kaum Möglichkeiten sich überhaupt in der Gesellschaft zu orientieren, in der Nachbarschaft zurechtzukommen und sich artikulieren zu können – kurz gesagt „dazu(zu)gehören“.

Diese Versorgungslücke kitten momentan viele, viele Freiwillige, die sich meist vor Ort engagieren.

In den vergangenen Jahren fanden schon einige Deutschkurse von Freiwilligen statt, sowohl in der ZBBS e.V. als auch an der Kieler Volkshochschule. Mit den steigenden Zahlen von Geflüchteten steigt der Bedarf nach solchen Angeboten, erfreulicherweise aber auch das gesellschaftliche Interesse sich zu engagieren.

Das Projekt dazugehören bietet den Freiwilligen Fortbildungen und Foren zum gegenseitigen Austausch an und koordiniert die ehrenamtlich geführten Deutschkurse an der Volkshochschule Kiel und der ZBBS e.V..

Des Weiteren steht den Teilnehmenden der Sprachkurse ein Angebot der Sozial- und Lernberatung zur Verfügung.

 

Schüler*innen:

Teilnehmen können Geflüchtete mit ungesichertem Aufenthalt, die in Kiel leben. Interessierte können sich montags zwischen 10 Uhr und 12 Uhr auf der Warteliste eintragen lassen:

ZBBS e.V.: Sophienblatt 64, 24114 Kiel - Projekt dazugehören: 3. Etage

 

Freiwillige:

Falls Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einem Sprachkurs haben, können Sie sich gerne bei Enno Schöning (schoening@zbbs-sh.de) melden. Weitere Informationen dazu finden Sie auch auf der Seite Verein/Kontakt unter dem Punkt "Aktiv werden" -->  Freiwilligenarbeit

 

Kontakt zu den Mitarbeiter*innen des Projekts

Anne Walther-Rothe (Lehrkraft) - Projekt dazugehören - Telefon: +49 431 67 93 51 92  / Mail: walther-rothe(at)zbbs-sh.de

Enno Schöning (Beratung) - Projekt dazugehören - Telefon: +49 431 67 93 51 93  / Mail: schoening(at)zbbs-sh.de

Externe Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie

Das Bundesprogramm "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" setzt sich für Projekte zur Demokratieförderung und Extremismusprävention ein und fördert ziviles Engagement und den Einsatz für Vielfalt und Toleranz.

Bundesweit sind vielen verschiedenen Städten „Partnerschaften für Demokratie“ entwickelt worden, die bei der Umsetzung und Finanzierung entsprechender Projekte die notwendige Unterstützung leisten. Auch die Landeshauptstadt Kiel hat an diesem Programm teilgenommen. Für die nördlichen Stadtteile Kiels wurde der Lokalen Aktionsplan Kiel-Nord entwickelt, bei dem die ZBBS als externe Koordinierungsstelle fungiert: Zusammen mit dem Amt für Kultur und Weiterbildung bildet sie die lokale Koordinierungsstelle.

Die Aufgaben der lokalen Koordinierungsstelle sind:

- die Entwicklung und Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans

- der Aufbau von nachhaltigen Strukturen

- die Koordinierung der Projekte zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplans

- die Beratung und Begleitung der Projektträger

- die Abrechnung und Verwaltung der Mittel

Weitere Informationen zum Lokalen Aktionsplan Kiel-Nord finden Sie auf der Homepage der Landeshauptstadt Kiel!

Hier gelangen Sie auf die Homepage der Partnerschaft für Demokratie in Kiel.

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Lotsenprojekt - Unterstützung von Geflüchteten für Geflüchtete

Lotsenprojekt - ein Projekt von Geflüchteten für Geflüchtete

Vor allem in den ersten Monaten in einem neuen Land, einer neuen Umgebung, ist die Unterstützung auf der jeweiligen Muttersprache - auch bei alltäglichen Terminen und Wegen - eine große Hilfe. Ursprünglich wurde das Lotsenprojekt ins Leben gerufen, um neu hier angekommenen Geflüchteten diese Unterstützung anbieten zu können.

Nach wie vor unterstützen Geflüchtete, die bereits Deutsch sprechen und schon etwas länger in Deutschland leben, im Rahmen dieses Projekts Neuankömmlinge auf der jeweiligen Muttersprache bei Behördengängen, Besuchen bei Ärzt*innen etc.

Im Verlauf des Projekts haben sich die Lots*innen darüber hinaus zu einer Gruppe entwickelt, die gemeinsam schon viel erreicht hat. Sie waren beispielsweise auf der Kieler Woche aktiv und haben dort für interkulturelle Offenheit geworben und zum Austausch eingeladen. Die Lots*innen nehmen außerdem an Fortbildungen teil und organisieren gemeinsame Veranstaltungen.

Die Lotsengruppe wurde mit dem Deichmann Förderpreis 2016 ausgezeichnet!

Das Lotsenprojekt ist ein Teil der externen Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie und arbeitet in Kooperation mit dem Christlichen Verein Kiel e.V.

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Lebenswege - Das Zeitungsprojekt

Die neue Zeitschrift "Lebenswege" wurde durch großes ehrenamtliches Engagement aller Beteiligeten erstellt.

Das Team von "Lebenswege" möchte einerseits alle Interessierten gerne über das Leben von Geflüchteten informieren, andererseits aber auch Geflüchtete über das Leben in Kiel und Schleswig-Holstein.

Finanziert wird die Zeitschrift aus Mitteln der Benefizaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" des NDR. Trägerin der Zeitschrift ist die ZBBS e.V.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

Hier können Sie die Zeitschrift als PDF-Datei öffnen:

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new ways for newcomers- Ein Integrationsprojekt von Geflüchteten für Geflüchtete

Ein Integrationsprojekt von Geflüchteten für Geflüchtete

Das Projekt „New Ways for Newcomers“ ist ein Integrationsprojekt von Geflüchteten für Geflüchtete mit präventivem Charakter. Übergeordnetes Ziel ist, die gesellschaftliche Integration von Geflüchteten im Aufnahmeland durch Wissensaufbau und sozio-kulturelle Sensibilisierung zu fördern. Es richtet sich an Geflüchtete, die nicht die Möglichkeit haben, an geförderten Deutsch- und Integrationskursen teilzunehmen oder die sehr lange auf einen solchen Platz warten müssen und hat sich zur Aufgabe gemacht, ihnen mit einem muttersprachlichen Bildungsangebot Grundwissen zu den drei Themenkomplexen Demokratie, Menschen- und Frauenrechte sowie allgemein geteilte gesellschaftliche Werte und Normen in Deutschland zu vermitteln. Der Präventionsansatz des Projektes hat zum Ziel, durch Wissensaufbau und Vermittlung des Wertekanons der Aufnahmegesellschaft Prozessen der Marginalisierung und Desintegration mit all ihren negativen Folgen für die Betroffenen entgegenzuwirken, der Anfälligkeit insbesondere von geflüchteten männlichen Jugendlichen für extremistische Ideologien vorzubeugen und zu verhindern, dass sie sich bspw. aufgrund ihrer sozialen und kulturellen Entwurzelung freiwillig extremistischen Gruppen anschließen.

Die Projektidee trägt der besonderen Lebenssituation geflüchteter Menschen Rechnung. Mit in der Regel zunächst geringen Kenntnissen der deutschen Sprache und Kultur oder des Rechtssystems sind sie auf Orientierungshilfen, Informationen und Unterstützung bei der Bewältigung des Lebens in der neuen Gesellschaft angewiesen. Komplexe gesellschaftspolitische Themen werden für die Zielgruppe verständlich in ihren Muttersprachen angeboten.

„New Ways for Newcomers“ umfasst drei Teilprojekte, wobei das Teilprojekt I „New Ways for Newcomers – Langzeitschulung“, das Herzstück des Projektes darstellt. Es besteht aus drei aufeinanderfolgenden Modulen (Demokratie und Menschenrechte, Feminismus und Frauenrechte, Deutsche Geschichte und gesellschaftliche Regeln) mit je drei Monaten Dauer, die zu gleichen Teilen in Farsi und Arabisch durchgeführt werden. Für die drei Themenkomplexe wurden eigens für das Projekt muttersprachliche Lehrhefte erstellt. Durch Reflexion, Sensibilisierung und den Abbau von Stereotypen und Vorurteilen ermöglicht das Programm das Verstehen sozio-kultureller Unterschiedlichkeiten und die Entwicklung von Toleranz gegenüber möglicherweise konfligierenden Werthaltungen, Einstellungen und Lebensformen. Ergänzt wird diese Maßnahme durch Teilprojekt II: „Integration von der ersten Stunde an – Kompaktschulung zur Erstinformation Geflüchteter“, ein Kurzzeitangebot für Erstaufnahmeeinrichtungen, das über wichtige Regeln des Zusammenlebens in Deutschland informiert. Schließlich werden in Teilprojekt III: „Multiplikator*innenschulung für N4N“ fortlaufend geeignete Geflüchtete als Dozent*innen ausgebildet.

gefördert durch:

  • Peter Petersen Stiftung

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Einblicke in das Projekt

Seit dem 21. Februar 2017 findet das Projekt New Ways For Newcomers im BBZ Rendsburg-Eckernförde statt. In dem Projekt beschäftigen sich 114 Schülerinnen und Schüler aus den DaZ (Deutsch als Zweitsprache) – Klassen der Berufsschule in den jeweiligen Erstsprachen mit Themen wie Demokratie, Menschenrechte, Frauenrechte und Feminismus. Die Kurse finden derzeit auf Arabisch und Persisch statt. Die meisten Teilnehmenden kommen aus Afghanistan, Syrien, Jemen und Iran und sind zum größten Teil als „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ nach Deutschland geflohen.

Ein bestehender und sich zuspitzender globaler Antisemitismus, darf auch in DaZ-Klassen nicht unangesprochen bleiben.

Deswegen beschlossen Ehsan Abri und Majid Javaherian, beide Lehrer im Projekt New Ways For Newcomers, im Rahmen eines Wandertages am 11. Mai 2017 mit sechs ihrer in Rendsburg stattfindenden Kurse, die in der Stadt verlegten Stolpersteine zu putzen. Herr Abri berichtet, dass viel diskutiert wurde, die Resonanz von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sowie von Passanten in der Innenstadt war positiv. „Es hat unsere Schülerschaft sehr interessiert, durch ihre Stadt zu gehen, über die verlegten Steine wortwörtlich „zu stolpern“. So konnten wir uns über einzelne, im NS verfolgte und ermordete Personen informieren und auf diesem Weg die historischen Hintergründe thematisieren. Es muss der Raum geschaffen werden, überhaupt über diese Themen zu diskutieren“, so Abri.

Die aktive Auseinandersetzung junger Muslime mit der jüdischen Geschichte in Deutschland soll mehr Bewusstseinsbildung schaffen und Toleranz fördern. Ein Vorteil des Projektes ist hierbei, dass die beiden Lehrer Abri und Javaherian, die beide im Mittleren Osten aufgewachsen sind, in den jeweiligen Erstsprachen diskutieren können und Erfahrungen der jungen Menschen teilen.
Ehsan Abri bemerkt dazu folgendes: „Der Weg zu einem offenen, demokratischen Miteinander, in dem ein gleichberechtigter und vorbehaltloser Diskurs möglich ist, ist noch weit. Aber das Projekt ist ein kleiner, erster Schritt."

Neben dem Putzen der Stolpersteine ergab es sich, dass Schülerinnen und Schüler auf dem Weg durch Rendsburg Müll einsammelten, angelehnt an den letzten Themenblock des Kurses „Umwelt und Naturschutz“.

Kontakt: abri@zbbs-sh.de

Für die fotographische Dokumentation danken wir Nayef Bakrawi und Anas Ibrahim.

ZusammenWachsen - Interkultureller Garten Kiel

ZusammenWachsen -  Interkultureller Garten Kiel

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Mitte der 1990er Jahre entstand der erste interkulturelle Garten in Deutschland und seitdem hat sich die Idee des gemeinsamen Gärtnerns schnell verbreitet. Nicht ganz so verbreitet sind interkulturelle Gärten als Begegnungs- und Rückzugsorte für Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind.

Seit Februar 2014 bietet ZusammenWachsen, der Interkulturelle Garten Kiel, im Sport- und Begegnungsparks Gaarden gerade diesen Menschen, deren Aufenthaltsstatus oft unsicher ist, die häufig keinen Anspruch auf Deutschkurse haben und teilweise durch ihre Flucht traumatisiert sind, einen solchen Ort. Hier werden Unterschiede als Chancen erkannt, Impulse und Kompetenzen der zugewanderten Menschen sind sehr willkommen: Die Gemeinschaft profitiert vom Wissen und den Fähigkeiten jedes Einzelnen, gleichzeitig werden Rituale der Gastfreundschaft ausgetauscht und gepflegt.

Die Fläche von 1200 m² wird zum biologischen Anbau von Obst, Gemüse und Zierpflanzen wie auch zum Spielen und geselligen Beisammensein genutzt. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit eigene Beete zu bewirtschaften. Neben der regionalen natur- und klimaschonenden Produktion von Lebensmitteln wird hier gleichzeitig ein Beitrag zur gesunden Ernährung geleistet. An diesem Ort der Begegnung planen, bauen, säen, ernten, kochen und genießen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturen gemeinsam und tauschen sich aus - das Erlernen der deutschen Sprache geschieht so fast nebenbei!

In den Wintermonaten ruht der Garten. Um in Kontakt zu bleiben und eine andere Form des Miteinanders zu pflegen, wird in dieser Zeit wöchentlich gemeinsam gekocht. Dabei ist abwechselnd jeder einmal Küchenchef*in und leitet alle übrigen an. Gegessen wird dann natürlich zusammen, zum Beispiel Arabisch, Persisch, Türkisch, Polnisch oder auch mal Deutsch.

Angesprochen sind Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten sowie alle anderen interessierten Hobby- und Kleingärtner*innen, die gemeinsam planen, gestalten, säen, pflanzen und ernten wollen und außerdem an einem vielfältigen Austausch interessiert sind.

In den Sommermonaten treffen wir uns immer freitags ab 14:00 Uhr im Interkulturellen Garten.

In den Wintermonaten treffen wir uns freitags um 16:00 Uhr in der Hans-Christian-Andersen-Schule zum Kochen. Interessierte melden sich bitte unter unten stehendem Kontakt!

Mittwoch nachmittags ab 15:00 Uhr gibt es ein Angebot für Frauen, mit oder ohne Kinder, bei dem beim gemeinsamen Tee-/Kaffeetrinken, Essen und Spielen der sprachliche Austausch im Vordergrund steht. Ab dem 12. April treffen wir uns wieder in ZusammenWachsen - dem Interkulturellen Garten Kiel im Sport- und Begegnungspark Gaarden. Dieses Angebot richtet sich an Frauen aller Herkunftsländer, an Altkielerinnen ebenso wie an neu zugezogene. Eine Anmeldung hierfür ist nicht erforderlich.

 

ZusammenWachsen befindet sich im Sport- und Begegnungspark Gaarden, zu erreichen am besten über die Stoschstraße (Freibad Katzheide), 24143 Kiel-Gaarden.

Die Hans-Christian-Andersen-Schule befindet sich in der Stoschstraße 24-26.

Anfahrt mit dem Bus:

Vom Hauptbahnhof Kiel mit den Linien 22, 71/72 oder 101: - bis Haltestelle „Stoschstraße“, Ostring

Wegbeschreibung ZusammenWachsen

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PDF-Dokument [204.0 KB]

 

Auf der Homepage des Online-Magazins der Gartenhaus GmbH finden Sie einen spannenden Bericht und weitere Informationen über interkulturelle Gärten. Durch eine interaktive Karte können Sie Beispielgärten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennenlernen - auch das Projekt ZusammenWachsen - Interkultureller Garten Kiel wird dort vorgestellt. Schauen Sie doch mal vorbei: http://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/interkulturelle-gaerten/

Hier können Sie noch ein PDF-Dokument Ein Rückblick in Bildern anschauen.

Jetzt auch bei Facebook

 

Bei Fragen melden Sie sich bitte bei Annette Tempelmann:

0176 76902809  oder tempelmann[at]zbbs-sh.de

 

Gefördert wird das Projekt durch die BINGO Projektförderung, die Robert Bosch Stiftung, die Landeshauptstadt Kiel und die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Vielen Dank!

Weiterhin bedanken wir uns für die Unterstützung durch das Regionale Berufsbildungszentrum Technik (RBZ Technik), die Deutsche Angestellten-Akademie GmbH (DAA), den Gartenbaubetrieb "Lars Mirold - Garten und Landschaftsbau" und das Grünflächenamt der Landeshauptstadt Kiel. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiter*innen des Sport- und Begegnungsparks Gaarden sowie der Hans-Christian-Andersen-Schule, für die unkomplizierte und sehr angenehme Zusammenarbeit!

 

Schulprojekt Hinsehen

„Es ist nicht wichtig, was Du betrachtest, sondern was Du siehst!“- dieses Zitat von Henry David Thoreau zeigt den Leitgedanken des Projekts „hinSEHEN“ der ZBBS auf.

Geflüchtete, die in Deutschland leben, warten oft Jahre ohne eine Antwort auf ihren Asylantrag und sind nahezu „unsichtbar“ für die meisten. Sie sind geflüchtet mit der Hoffnung auf ein besseres Leben und führen hier häufig ein trostloses Leben ohne Perspektive.

Die ZBBS e.V. setzt sich dafür ein, dass die jungen Menschen ihr Leben hier nicht nur fristen, sondern auch in einer konstruktiven Weise gestalten können. Das Ziel ist, dass auch Andere diese Menschen hören und SEHEN und die Wahrnehmung von Geflüchteten sich nicht nur auf Nachrichten aus der Tagespresse beschränkt, aus denen hervorgeht, dass wieder junge Afghanen in einem LKW auf der Autobahnraststätte fast erstickt wären.

Diese Menschen sind mitten unter uns und wollen hier leben.

Im Projekt hinSehen werden Schülerinnen und Schülern direkte Begegnungen auf Augenhöhe mit ungefähr gleichaltrigen Zeitzeugen ermöglicht.

Die Methoden, die eingesetzt werden, wie Theater, Film, Musik und Tanz, sind besonders geeignet, weil darüber Erfahrungen auch sinnlich vermittelt und Lernen auf verschiedenen Ebenen stattfinden kann.

Damit alle Beteiligten voneinander lernen können, werden alle Lerninhalte gemeinsam erarbeitet. Auch sollen die Teilnehmenden ihre Ideen einbringen und dabei verschiedenste Medien nutzen können, so dass unterschiedliche Formen der Begegnung gefördert werden. Die Kompetenzen, die die Geflüchteten mitbringen, können so aufgegriffen werden. Es geht darum, sie zu Wort kommen zu lassen.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Fragestellungen wie:

  • Was ist Heimat?
  • Wie leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion gemeinsam und miteinander?
  • Was können sie voneinander lernen?
  • Welche Sprache(n) sprechen wir?
  • Wie werden kulturelle und sprachliche Unterschiede als Bereicherung statt als Barriere wahrgenommen?
  • Wie denkt der andere?
  • Welche Grenzen gibt es und wie können sie überwunden werden?
  • Wie können gewohnte Verhaltens- und Denkmuster aufgebrochen und individuelle Perspektiven von allen Beteiligten erweitert werden?

Kontakt: Idun Hübner, Tel. 0431-2001156, huebner[at]zbbs-sh.de

Das Projekt wird gefördert durch:

Stiftung :do, Peter Petersen Stiftung, Heinrich Böll Stiftung, Kulturstiftung Schleswig-Holstein, Bingo Projektförderung, KED der Nordkirche, Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein
Vielen Dank dafür!

Impressionen aus unseren Schulprojekten

Bühne frei für Geflüchtete

Geflüchtete stellen ihre Herkunftsländer vor

In verschiedenen Kultureinrichtungen Kiels veranstalten Geflüchtete regelmäßig Abende zu ihren Herkunftsländern. Nicht die Flucht und Fluchtwege stehen bei diesen Veranstaltungen im Vordergrund, sondern die Vielfältigkeit und die Besonderheiten der verschiedenen Herkunftsländer.

Durch Theater, Tanz, Musik, Filme, Vorträge und Kulinarisches teilen Geflüchtete ihr vielfältiges und unterschiedliches Wissen und ihre Erinnerungen und Eindrücke mit einem interessierten Publikum.

So ergeben sich neue Begegnungen und Räume zum gemeinsamen Austausch.

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Das Projekt "Bühne frei für Geflüchtete" wird gefördert von Bingo!

Bisherige Veranstaltungen:

IndepenDance - Die internationale Tanzveranstaltung

IndepenDance - Zusammen tanzen und Spaß haben

Diese internationale Tanzveranstaltung findet viermal im Jahr in Kooperation mit der Pumpe statt. Bei jeder IndepenDance wird zur Musik aus einem anderen Herkunftsland gefeiert und getanzt. Immer stehen auch Live-Aufritte verschiedener Künstler*innen auf dem Programm.

IndepenDANCE

 

Das IndepenDance-Team

Annemone Schmidt & Koshrew Ok

independance(at)zbbs-sh.de

IndepenDANCE SH - Facebook-Gruppe

 

 

In Zusammenarbeit mit der Pumpe Kiel organisierten wir Abende, bei denen Musik abseits des Mainstreams aus aller Welt zum gemeinsamen Tanzen und Feiern einläd. Nach dem Erfolg der ersten IndepenDance-Nacht in der Kieler Pumpe 2013 gab es im März 2014 die Fortsetzung - bis heute immer wieder.
Etwa 300 Gäste kommen regelmäßig zum Feiern bei Turk Pop, afghanischer Dombra-Musik, arabischen Raqs, kurdischen Govend und iranischen Bandaritentänzen in die Kieler Innenstadt. Für den idealen Mix sorgen DJs aus den verschiedensten Ländern der Welt, Beatbox-Einlagen und vieles mehr...

Alle Teilnehmer*innen des Tanzabends bzw. IndepenDance können an unsere Emailadresse - independance(at)zbbs-sh.de - ihre Musikwünsche, Lieder als Youtube-Link schicken (bitte nur Tanzmusik), damit wir alle Wünsche der verschiedenen Nationalitäten und Sprachen gemeinsam erfüllen können. Und: So wird es auch für uns leichter, Musik vorzubereiten! 🙂

Vielen Dank an all die Tanzwütigen, die zusammen mit der ZBBS immer wieder dabei sind! Auch Sie sind natürlich herzlich eingeladen, die nächste IndepenDance zu besuchen!

 

insoco Insoco - Der Integration Song Contest

Der Integration Song Contestcache_2443553208_insoco ist ein alle zwei Jahre stattfindender Wettbewerb. Das übergreifende Thema ist Integration. Aus diesem Bereich wird zu jeder Ausschreibung ein neues Thema gewählt, zu dem Jugendliche in ihrer Lebenswelt recherchieren und einen Song produzieren. Der Contest richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klassen in Schleswig-Holstein.

Mehr Informationen zum Wettbewerb gibts auf der Internetseite des INSOCO.

 

Förderer und Unterstützer

Projektträger ist die ZBBS. INSOCO wird gefördert und unterstützt von: AKJS e.V., Kirchlicher Entwicklungsdienst KED, Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, BINGO!- die Umweltlotterie, Evangelisch-lutherische Kirche in Norddeutschland, INSOUND, Coast Rock, Landeshauptstadt Kiel, Schleswig-Holsteinischer Heimatbund, mittendrin, G16.

 

INSOCO 2015

Zum fünften Mal fand am 2. Juli 2015 der "Integration Song Contest". In diesem Jahr wurde der Begriff "Verantwortung" ins Visier genommen. Jede Band hat ihrem selbstgeschriebenen Lied einen anderen Schwerpunkt gesetzt und "Verantwortung" ganz persönlich interpretiert: Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben, für einen Freund oder für den Familieneinkauf. Jede Band thematisierte das, was ihnen am wichtigsten war.

Zum Sieger des diesjährigen INSOCO wurde die Husumer Schülerband und ihr Song "Verantwortung" gekürt - der Preis: eine Tonstudioaufnahme.

Engagement stärken - Beratungsstelle "Ehrenamtliche Hilfe für Geflüchtete"

Engagement stärken - Beratungsstelle "Ehrenamtliche Hilfe für Geflüchtete"

Sprache ist der Schlüssel zur Integration - für viele Geflüchtete sind ehrenamtlich geführte Deutschkurse momentan die einzige Möglichkeit, Deutsch zu lernen. Diese ehrenamtlichen Sprachkurse werden seit 2015 durch das Projekt dazugehören organisiert und koordiniert.

Schon seit vielen Jahren unterstützen Freiwillige die ZBBS dabei, solche Kurse durchzuführen.

Dieses ehrenamtliche Engagement stärkt und unterstützt die ZBBS durch Austausch- und Informationsveranstaltungen. Durch Gremienarbeit und Vernetzungstreffen findet ein intensiver Austausch mit verschiedenen Initiativen und Einrichtungen zum Thema "Deutschkurse für Geflüchtete" statt. Durch Öffentlichkeitsarbeit möchten wir außerdem für das Thema "Sprache und Integration" sensibilisieren.

Kontakt:

  • Sonja Lingenauber
  • lingenauber@zbbs-sh.de
  • 0431 67935193                                                                           Gefördert durch:

SozMin

 

ZEIK - Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität

Mit ZEIK, dem Zentrum für Empowerment und Interkulturelle Kreativität, soll in Kiel ein Ort entstehen, an dem neue Denkweisen und kreative Ideen ausgetauscht werden und in dem das interkulturelle Leben gelebt wird. Junge Geflüchtete möchten ihre Ideen teilen und sich mit anderen austauschen:

"Wir möchten das ZEIK aufbauen, um einen Ort zu schaffen, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam Projekte entwickeln und ihre Ideen realisieren können. Außerdem wollen wir den Neuankömmlingen Energie und Hoffnung geben, so dass sie die Flucht überwinden können und darüber hinaus ihnen die Chance bieten sich im kulturellen Leben in Kiel einzubringen. Viele von uns haben verstanden, was Integration bedeutet und können unsere Erfahrungen teilen. Wir haben erlebt, dass die Gesellschaft in Kiel offen ist für unsere kreativen Ideen und wir wollen deshalb die Neuankömmlinge motivieren ebenfalls kreativ zu werden. So können sie sich als Teil der Gesellschaft fühlen, in der sie leben und arbeiten wollen."

Wir freuen uns auf das ZEIK und auf die Workshops, die wir dort zusammen umsetzen können.

Vom 21.03. bis zum 02.05. am Hertie-Crowdfunding-Contest teilgenommen.

Das ZEIK-Team konnte durch die Spenden vieler Unterstützer*innen in 6 Wochen 11.773€ Spenden sammeln. Zu diesen sind noch 5.000€ von der Hertie-Stiftung hinzu gekommen, sodass insgesamt 16.773€  zusammengekommen sind. Mit so viel Geld kann das ZEIK-Team viele tolle Projekte verwirklichen – ZEIK sagt herzlichen Dank!

Herzlich Dank auch an das Unperfekthaus für die Spende von 1000 Euro:

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