Demonstration gegen Kürzungen bei Integrationskursen
Am Samstag versammelten sich in Kiel über 150 Menschen, um gegen die drastischen Kürzungen bei Integrationskursen durch das Bundesinnenministerium zu protestieren. Aufgerufen hatten neben ZBBS e.V. und Seebrücke Kiel auch Sprachkursträger wie AWO, TIO, INLINGUA und ISFA.
Viele Zuwander:innen beteiligten sich mit selbstgemalten Schildern, auf denen sie ihren dringenden Wunsch nach Zugang zu Sprachkursen zum Ausdruck brachten. In bewegenden Redebeiträgen von Kursteilnehmenden, Lehrkräften und Trägervertreter:innen wurde auf den integrationspolitischen Irrsinn hingewiesen: Rund 40 % der bisher berechtigten Personen sollen künftig keinen Zugang mehr zu den Kursen erhalten. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels sei es fatal, an der Sprachförderung zu sparen.
Darüber hinaus machte die Demo auf die existenzielle Notlage der Lehrkräfte und Sprachkursträger aufmerksam, die nun um ihre berufliche Zukunft bangen müssen. Die Stimmung war geprägt von Entschlossenheit und dem klaren Signal: Sprachförderung ist der Schlüssel zur Teilhabe – an der Gesellschaft, am Arbeitsleben – und darf nicht gekürzt werden.
