Aktuelles

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Kirchenasyl in NRW gewaltsam aufgelöst

Die ZBBS ist fassungslos: Die Ausländerbehörde der Stadt Gelsenkirchen hat am frühen Montagmorgen (13. Januar) einen jungen Mann aus Afghanistan aus dem Kirchenasyl in den Räumlichkeiten der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Gelsenkirchen-Buer geholt und am gleichen Tag abgeschoben. Mit dem Kirchenasyl sollte er vor einer Dublin-Überstellung nach Dänemark geschützt werden, denn von dort droht ihm eine anschließende Kettenabschiebung ins Herkunftsland Afghanistan.

Pastor Manuel Linke sagt: «Wir sind entsetzt über den vom BAMF angeordneten und von der Ausländerbehörde Gelsenkirchen in die Tat umgesetzten Bruch des Kirchenasyls. Wir halten als Gemeinde daran fest, dass es richtig und legitim ist, Geflüchtete durch Kirchenasyl vor einer Abschiebung zu schützen, wenn ihnen eine konkrete Gefahr droht. »

Mit diesem Fall ist es ist es zur ersten gewaltsamen Auflösung eines Kirchenasyls in NRW seit 2016 gekommen, obwohl grundsätzlich seit 1995 durch die NRW-Landesregierungen die Zusicherung gilt, dass Kirchenasyle respektiert und nicht behördlicherseits gebrochen werden sollen.

Eine ausführliche Pressemitteilung des Ökumenischen Netzwerks Asyl in der Kirche in NRW e.V. hier

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Familien gehören zusammen

Die Feiertage sind das Fest der Liebe und Familie. Viele Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, sind von ihrer Familie in der alten Heimat getrennt.

Ein Vater erzählt: „Ich bin von Eritrea nach Deutschland geflohen. Meine Familie konnte ich nicht mitnehmen. Fast zwei Jahre lang habe ich darauf gewartet meine Frau und unsere beiden Kinder wiederzusehen – im Gegensatz zu anderen war das sogar noch eine kurze Zeit. Mein großer Sohn hat mich sofort erkannt; der kleine konnte sich nicht an mich erinnern. Aber jetzt sind wir wieder eine richtige Familie.” Dies ist jedoch nur ein Beispiel.

„Familien gehören zusammen“ weiterlesen

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Unsere Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzesentwürfen

Wir bedanken uns für die Möglichkeit zu mehreren Gesetzesentwürfen Stellung nehmen zu können, die für uns und unsere Arbeit wichtig sind. Hier sind unsere Stellungnahmen zu folgenden Gesetzen verlinkt:

Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf “Besserer Schutz von Demokratinnen und Demokraten gegen rechtsextreme Bedrohungen – Drucksache 19/1605” sowie dem Alternativantrag “Rechtsextreme Bedrohungen bekämpfen – 19/1664”

Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf eines “Integrations- und Teilhabegesetzes für Schleswig-Holstein – IntTeilhG” – Drucksache 19/1640

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Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein und PRO ASYL fordern Abschiebungsstopp nach Afghanistan

Zum Tag des Flüchtlings 2019 fordern der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein und PRO ASYL in einer gemeinsamen Presseerklärung den Abschiebestopp nach Afghanistan.  Es vergeht kaum ein Tag ohne Meldungen aus Afghanistan über Tote und Verletzte, aber die Abschiebungsmaschinerie läuft ungerührt weiter.

Hier können Sie den gesamten Text lesen.

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Aktionstag der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages, am 18.09.2019, der Migrationsberatung für erwachsenen Zuwanderer (MBE) möchten wir euch die Arbeit der Beratung und unsere Kollegin, Iroda Mukhammadieva, vorstellen.

Wie finde ich eine Wohnung? Wo bekomme ich einen Kitaplatz für mein Kind? Wo kann ich Deutsch lernen? – Diese und viele weitere Fragen haben Menschen, die neu in Deutschland angekommen sind. Beantwortet werden sie zum Beispiel von Iroda Mukhammadieva. Sie ist Migrationsberaterin für erwachsene Zuwanderer*innen bei der ZBBS. „Aktionstag der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)“ weiterlesen

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Neue Deutschkurse im September

Ab dem 23. September startet ein Zweitschriftlernerkurs
Teilnehmende für den Zweitschriftlernerkurs sind Personen, die bereits schriftsprachliche Kompetenzen auf der Wort-, Satz-, und Textebene in einer Sprache mit nicht latinischem Schriftsystem entwickelt haben. Außerdem sollten Teilnehmende über eine Schul- oder Berufsausbildung aus ihrem Heimatland verfügen. Der Zweitschriftlernerkurs umfasst 900 UE. Nach den 900 UE findet eine DTZ B1 Prüfung statt. Bei Nichtbestehen der Prüfung können noch weitere 300 UE beantragt werden. Im Anschluss an den Kurs erfolgt auch hier der Orientierungskurs, der mit dem Test „Leben in Deutschland“ abschließt.Anmeldungen: ab sofort
Kursstart: 23.09.2019
Kurs: 9:00 – 13:15, Montag – Freitag

Informationen auf Arabisch
Informationen auf Persisch
Informationen auf Tigrinya

Weitere Informationen

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NEIN zum “Geordneten-Rückkehr-Gesetz”

Mit einem offenen Brief fordern wir die SPD-Mitglieder*innen im Deutschen Bundestag dazu auf gegen das “Geordnete-Rückkehr-Gesetz” zu stimmen. Am Freitag wollen die Koalitionsparteien dem Parlament das Migrationspaket zur Abstimmung vorlegen. Das darin enthaltene sogenannte “Geordnete-Rückkehr-Gesetz” ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar und untergräbt die Menschenrechte.

Als engagierte Bürger*innen und Mitarbeiter*innen in der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen fordern wir die Politiker*innen daher auf, von Ihrem Recht auf eine Gewissensentscheidung Gebrauch zu machen und gegen dieses inhumane Gesetz zu stimmen. Wir fordern: Die Politiker*innen sollen mit ihrer Stimme zeigen, dass sie ein Gewissen haben und Werte wie Humanität und Solidarität hochhalten.

Hier ist unser kompletter Aufruf zu lesen, der an die SPD-Mitglieder*innen im Deutschen Bundestag geschickt wurde.

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Ramona Lopéz stellt Kompetenz-Karten für die Berufsberatung auf der VPL Biennale vor

Vom 7.-8.Mai 2019 war unsere Kollegin Ramona López vom Projekt “Be In – Berufliche Integration von Geflüchteten” bei der dritten Validation of Prior Learning (VPL) Biennale in Berlin. Dort hat sie einen Kurzvortrag über Schritte ins Berufsleben gehalten. Sie stellte dabei die Kompetenz-Karten für die Berufs- und Migrationsberatung und die Webseite: my-professional-experience.org vor. In einem Interview erzählt sie über ihre Erfahrungen mit den beiden Tools.

Die Biennale wurde ins Leben gerufen, um politische Entscheidungsträger*innen, Berater*innen, Nutzer*innen und Wissenschaftler*innen zu vernetzen und die Weiterentwicklung und Umsetzung der Anerkennung formellen und informellen Lernens voranzubringen.

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„New Ways for Newcomers“ bekommt Besuch vom Bundespräsidenten

Am Freitag, den 08. März, wird der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, das Projekt „New Ways For Newcomers“, auf Einladung des Landesbeauftragten für politische Bildung, besuchen.

„New Ways for Newcomers“ ist ein bildungspolitisches Projekt von Geflüchteten für Geflüchtete und hat zum Ziel, dass sich Geflüchtete leichter in die deutsche Gesellschaft integrieren können. Auch wenn das Erlernen der deutschen Sprache ein wichtiger Faktor ist, sind weitere Faktoren wie das Beachten von Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens bedeutend. Hier setzt das Projekt an und hilft den Geflüchteten sich schneller in Deutschland zu integrieren: Die Menschenrechte und die Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland werden in vier verschiedenen Kursen erläutert, außerdem gibt es ein interkulturelles Sommercamp und bildungspolitische Exkursionen zum Beispiel zum Jüdischen Museum in Rendsburg. „„New Ways for Newcomers“ bekommt Besuch vom Bundespräsidenten“ weiterlesen