Aktuelles

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Petition für eine europäische Lösung der Aufnahme von Geflüchteten

Hier finden Sie eine Petition, die einen Weg für eine politische Lösung der Aufnahme von Geflüchteten ebnen möchte.

“Der Streit um Migration darf nicht auf Kosten von Menschen in Not geführt werden”!

https://sea-watch.org/petition

Darüber hinaus finden Sie hier eine Petition von Schüler*innen, gegen die Abschiebung eines Mitschülers:

https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebung-unseres-mitschuelers-abdulsami-naderi

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Afrin – Ein Heimatabend. Für Noora, Josef und Mohammad

Aufgrund der türkischen Angriffe war das nordsyrische Afrin aktuell immer wieder Thema auf allen Nachrichtenkanälen. Aber jenseits der verheerenden Kriegsbilder ist Afrin natürlich einmal ein ganz anderer Ort gewesen. Ein Ort des Aufwachsens, von Familien und Freunden – eine Heimat. Begleitet von Schauspielerin Ellen Dorn stellen junge Geflüchtete diese Heimat vor – mit Geschichten, Musik, Bildern und kulinarischen Spezialitäten. Der Abend zeigt einen vielfältigen Blick auf eine Gegend, wie es ihn einmal gab und eigentlich immer noch geben sollte.

von und mit Ellen Dorn und Ahmad Baraa Meskina

MONTAG,25. JUNI 2018, 20h im

SCHAUSPIELHAUS KIEL; REIHE 17, Holtenauer Str.103

 

 

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Gegendarstellung zum FAZ-Artikel “Jeder Zweite scheitert am Deutschtest”

Hier finden Sie eine Gegendarstellung zum Artikel “Jeder Zweie scheitert am Deutschtest” von Christoph Schäfer, welcher in der faz online vom 29.04.2018 zu lesen ist.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/fluechtlinge-jeder-zweite-scheitert-am-deutschtest-15565140.html

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Lehrkräfte in Deutschkursen für Zuwanderer mit mehrjähriger Berufserfahrung und haben uns über den oben genannten Artikel sehr geärgert, da er die Realität verzerrt und auf irreführende Art darstellt. Daher möchten wir einige Behauptungen und Angaben von Herrn Schäfer richtigstellen:

Eingangs behauptet Herr Schäfer, dass es ein „niedrig gehängtes Ziel“ sei, nach 600 Unterrichtsstunden die deutsche Sprache auf B1-Niveau zu beherrschen. Dies zeugt von sehr geringer Sachkenntnis, denn in B1 ist bereits fast die komplette deutsche Grammatik enthalten und in der Prüfung sollen Texte wie z.B. Beipackzettel von Medikamenten oder Gebrauchsanleitungen verstanden und formelle Briefe verfasst werden. Damit ist auch ein nicht geringer Prozentsatz der deutschen Muttersprachler überfordert.

Weiterhin gilt es zu bedenken, dass die Muttersprachen vieler Zuwanderer, wie z.B. Arabisch oder Tigrinisch, nicht mit dem Deutschen verwandt sind. Eine verwandte Sprache, etwa Englisch oder Französisch, ist beispielsweise für Deutsche zumindest für Urlaubszwecke schnell erlernbar; bei Russisch wird diese Stufe im Schulunterricht bei Weitem nicht erreicht. Daher möchten wir dem Autor nahelegen, einen Arabischkurs zu besuchen und uns anschließend mitzuteilen, nach wie vielen Stunden er die B1- Prüfung bestanden hat.

Es ist also keineswegs „freundlich ausgedrückt“, die Sprachkurse als „nicht sonderlich erfolgreich“ zu bezeichnen, sondern sachlich schlichtweg falsch. Dass so viele Migranten den Kurs auf Anhieb die Prüfung bestehen, zeugt von hoher Motivation und großem Fleiß. Ferner sind die diesbezüglichen Zahlen der telc anders; hier spricht man von 65% bestandenen Prüfungen.

Der von Herrn Schäfer zitierte „sehr wohlmeinende Schulleiter“ einer VHS hat zwar versucht, ihm die Schwierigkeiten der Kursteilnehmenden zu erklären, aber bei „kritischerem Hinsehen“ fällt dem Autoren auf, dass es bei den Kursen der Bundesagentur für Arbeit „desaströse“ Zustände gebe und die Teilnehmenden den Kursen fernblieben. Hier vermischt Herr Schäfer zwei völlig verschiedene Kursarten und kommt so zu einer gravierenden Fehlinterpretation dessen, was sein kritischer Blick ihm zeigt:

Es gibt, wie überall in der Wirtschaft, seriöse und unseriöse Anbieter. Die überwiegende Zahl der Sprachkursträger, wie die Volkshochschulen, AWO oder regionale Kleinanbieter verfügt über langjährige Erfahrungen im Deutschunterricht und legt hohen Wert auf solide qualifizierte Lehrkräfte und darauf, die Kursteilnehmer optimal auf ihren Alltag in Deutschland vorzubereiten. Hier gibt es garantiert keine gefälschten Teilnehmerlisten, keine halb leeren Klassenräume, keine Schüler, die mit dem Kopf auf dem Tisch schlafen (wie in Ihrem Foto)und auch keine Lehrkräfte, die froh darüber sind, wenn nur wenige Schüler ihren Kurs besuchen.

Für die Kurse der Bundesagentur für Arbeit, die als schnelle Reaktion auf die rasant gestiegene Nachfrage seit Winter 2015 reagieren sollten, gab es jedoch keine verbindlichen Qualitätskriterien (wie Herr Schäfer selbst anmerkt), sodass in diesem Moment auch einige „schwarze Schafe“ auf den Markt drängten. Hier ist es offenbar zu Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen gekommen, und der Erfolg der Kursteilnehmenden mag hier auch nicht immer als das wichtigste Ziel angesehen worden sein. Wenn nun bei den untersuchten 528 Kursen viele Teilnehmer fernblieben, so mag das eventuell auch daran gelegen haben, dass diese Kurse einfach schlecht und wenig durchdacht waren.

Herr Schäfer zieht aus der Untersuchung der BA- Kurse jedoch ein Fazit für alle Kurse, nämlich, dass „…Eigenmotivation auf der einen Seite und Nächstenliebe auf der anderen nicht ausreichen, um für erfolgreiche Sprachkurse zu sorgen.“ Das müssen sie auch gar nicht – die Sprachkursträger haben deutlich mehr als „Nächstenliebe“, nämlich Erfahrung und hohe Qualifikation, anzubieten.

Über die vom BAMF geförderten Kurse hat er zwar weder Untersuchungen noch Zahlen, auf die er sich stützen könnte, dafür behauptet er jedoch mutig, dass das System der Kursdokumentation und -abrechnung zu Betrug einlüden. Bei Nachfragen zur Anwesenheit stoße man auf „eine Mauer des Schweigens“. Hiermit möchten wir Herrn Schäfer herzlich dazu einladen, bei uns nachzufragen, wir geben ihm gern Auskunft. Der von ihm angeführte „Extremfall“ kann jedenfalls durch zahlreiche „Normalfälle“ ausgewogen werden- falls diese den Autor wirklich interessieren. Abwesenheitsquoten von zwanzig bis fünfzig Prozentgibt es bei uns jedenfalls höchstens während einer Grippewelle. Und das, obwohl die Jobcenter und Ausländerbehörden bei der Terminvergabe in der Regel keinerlei Rücksicht auf die Kurszeiten der Teilnehmenden nehmen.

 

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Gärtnern im Interkulturellen Garten “ZusammenWachsen”

 

Jeden Freitag ab 15:00 Uhr treffen wir uns im Interkulturellen Garten Kiel im Sport- und Begegnungspark in Gaarden, um gemeinsam zu gärtnern, uns auszutauschen und zu spielen. Wir pflanzen Obst und Gemüse an, erfreuen uns an Kräutern und Blumen und/oder reden über alles was uns bewegt. Bei gutem Wetter feuern wir unseren Grill an. Kommt vorbei und bereichert den Garten durch eure Tatkraft und eure Ideen!

Angesprochen sind Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten sowie alle anderen interessierten Hobby- und Kleingärtner*innen, die gemeinsam planen, gestalten, säen, pflanzen und ernten wollen und außerdem an einem vielfältigen Austausch interessiert sind.

Bei Sturm, Regen oder Schnee lieber vorsichtshalber unter unten genannter Handynummer nachfragen, ob das Treffen tatsächlich stattfindet!

Kontakt:
Annette Tempelmann

  • tempelmann(at)zbbs-sh.de
  • 0176 76902809

ZusammenWachsen befindet sich im Sport- und Begegnungspark Gaarden, zwischen dem Hans-Geiger Gymnasium und der Fußgängerbrücke. Zu erreichen ist der Garten am besten über die Stoschstraße (Freibad Katzheide), 24143 Kiel-Gaarden.

Die Hans-Christian-Andersen-Schule befindet sich in der Stoschstraße 24-26.

Anfahrt mit dem Bus:

Vom Hauptbahnhof Kiel mit den Linien 22, 71/72 oder 101: – bis Haltestelle „Stoschstraße“, Ostring

 

 

In den Wintermonaten treffen wir uns freitags um 16:00 Uhr in der Hans-Christian-Andersen-Schule zum Kochen. Interessierte melden sich bitte bei Annette Tempelmann!

 

Zur Geschichte des Gartens:

Mitte der 1990er Jahre entstand der erste interkulturelle Garten in Deutschland und seitdem hat sich die Idee des gemeinsamen Gärtnerns schnell verbreitet. Nicht ganz so verbreitet sind interkulturelle Gärten als Begegnungs- und Rückzugsorte für Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind.

Seit Februar 2014 bietet ZusammenWachsen, der Interkulturelle Garten Kiel, im Sport- und Begegnungsparks Gaarden gerade diesen Menschen, deren Aufenthaltsstatus oft unsicher ist, die häufig keinen Anspruch auf Deutschkurse haben und teilweise durch ihre Flucht traumatisiert sind, einen solchen Ort. Hier werden Unterschiede als Chancen erkannt, Impulse und Kompetenzen der zugewanderten Menschen sind sehr willkommen: Die Gemeinschaft profitiert vom Wissen und den Fähigkeiten jedes Einzelnen, gleichzeitig werden Rituale der Gastfreundschaft ausgetauscht und gepflegt.

Die Fläche von 1200 m² wird zum biologischen Anbau von Obst, Gemüse und Zierpflanzen wie auch zum Spielen und geselligen Beisammensein genutzt. Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit eigene Beete zu bewirtschaften. Neben der regionalen natur- und klimaschonenden Produktion von Lebensmitteln wird hier gleichzeitig ein Beitrag zur gesunden Ernährung geleistet. An diesem Ort der Begegnung planen, bauen, säen, ernten, kochen und genießen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturen gemeinsam und tauschen sich aus – das Erlernen der deutschen Sprache geschieht so fast nebenbei!

In den Wintermonaten ruht der Garten. Um in Kontakt zu bleiben und eine andere Form des Miteinanders zu pflegen, wird in dieser Zeit wöchentlich gemeinsam gekocht. Dabei ist abwechselnd jeder einmal Küchenchef*in und leitet alle übrigen an. Gegessen wird dann natürlich zusammen, zum Beispiel Arabisch, Persisch, Türkisch, Polnisch oder auch mal Deutsch.

Auf der Homepage des Online-Magazins der Gartenhaus GmbH finden Sie einen spannenden Bericht und weitere Informationen über interkulturelle Gärten. Durch eine interaktive Karte können Sie Beispielgärten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennenlernen – auch das Projekt ZusammenWachsen – Interkultureller Garten Kiel wird dort vorgestellt. Schauen Sie doch mal vorbei: http://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/interkulturelle-gaerten/

Hier können Sie noch ein PDF-Dokument Ein Rückblick in Bildern anschauen.

Gefördert wird das Projekt durch die BINGO Projektförderung, die Robert Bosch Stiftung, die Landeshauptstadt Kiel und die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Vielen Dank!

Weiterhin bedanken wir uns für die Unterstützung durch das Regionale Berufsbildungszentrum Technik (RBZ Technik), die Deutsche Angestellten-Akademie GmbH (DAA), den Gartenbaubetrieb “Lars Mirold – Garten und Landschaftsbau” und das Grünflächenamt der Landeshauptstadt Kiel. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiter*innen des Sport- und Begegnungsparks Gaarden sowie der Hans-Christian-Andersen-Schule, für die unkomplizierte und sehr angenehme Zusammenarbeit!

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EASO-Bericht zur Sicherheitslage in Afghanistan

 

Aus dem EASO (Country of Origin Information Report) geht hervor, dass sich “die Zahl der Sicherheitsvorfälle sich im Zeitraum von 2008 – 2017 mehr als verfünffacht hat”. Der Krieg ist jedoch nicht das alleinige Problem. Nach Recherchen von EASO haben 10 Millionen Menschen in Afghanistan “begrenzten oder gar keinen Zugang zur grundlegenden Gesundheitsversorgung”. Die allgemeine Situation der Menschen in Afghanistan ist katastrophal. Trotzdem schiebt die Bundesregierung weiterhin Menschen dorthin ab und beruft sich auf angeblich sichere Gebiete vor Ort.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier:

EASO_Afghanistan_Deutsch_Dez2017

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Kiel CREARtiv sucht für ein Projekt Teilnehmerinnen

 The Dinner Stories Project – my history is your history

Die Künstlerinnen Deborah di Meglio und Kati Luzie Stüdemann möchten in diesem Frauen-Kunst-Projekt mit geflüchteten Frauen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren arbeiten.
Ab dem 18.4.2018 kommen wir in zehn wöchentlichen Treffen zusammen.
Wir lernen uns kennen, tauschen uns aus, nähen und gestalten.
Am Ende des Projektes steht eine Austellung aus den von uns gemeinsam erschaffenen Objekten. Inspiriert ist die Arbeit von der Künstlerin Judy Chicago und ihrem Werk “The Dinner Party”

Start ist der 18.4.2018 14 -16Uhr und dann wöchentlich bis 20.06.18 jeden Mittwoch.

Das Projekt wird im ZEIK – Zentrum für Empowerment und interkulturelle Kreativität, in der Elisabethstr. 68, in Kiel Gaarden, durchgeführt.

Bitte melde Dich/melden Sie sich unter dieser Mailadresse an:
info@kielcreartiv.de
Tel. 0431 – 5603719

Infos unter: www.kielcreartiv.de

Für Kinderbetreuung und Sprachvermittlung während der Treffen wird gesorgt.

 

 
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Freiwilliger für das ökologische Jahr (FÖJ) in der ZBBS und dem Bündnis Eine Welt (BEI)

Programm „Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) mit Geflüchteten“: Hassan Ajam engagiert sich im Team des BEI und der ZBBS

 
In Schleswig-Holstein wird seit Kurzem zusätzlich zum bereits existierenden Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) das Programm „FÖJ mit Geflüchteten“ angeboten. In enger Kooperation mit der Kieler Organisation Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten e.V. (ZBBS) ist das Bündnis Eine Welt Schleswig e.V. (BEI) von Februar 2018 bis zum Sommer 2018 Einsatzstelle des Programms für Hassan Ajam.
Seit über 25 Jahren haben junge Menschen in Schleswig-Holstein die Möglichkeit sich in einem „Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)“ in einer Einsatzstelle im praktischen Natur- und Umweltschutz, sowie für globales Lernen und nachhaltige Bildung zu engagieren. Zusätzlich zu den 150 betreuten Plätzen werden ab August 2017 zehn Plätze für junge Geflüchtete zwischen 18 und 26 Jahren durch die beiden Trägerorganisationen „Ökologische Freiwilligendienste Koppelsberg im Jugendpfarramt der Nordkirche“ und dem Konsortium „FÖJ Wattenmeeran Einsatzstellen vergeben.
 
Hassan Ajam ist 21 Jahre alt und im Sommer 2016 aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. Er engagiert sich aktiv in Kiel – auch politisch. In der Zeit des FöJ möchte er sich bei der ZBBS und beim BEI am verschiedenen Projekten beteiligen und freut sich darauf entwicklungspolitisch zu gestalten.