Deutsch lernen

Sprache ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und Integration.

Dazu bietet die ZBBS neben den ‘klassischen’ Integrationskursen bzw. Integrationskursen mit Alphabetisierung seit vielen Jahren auch Deutschkurse für Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung an. Diese Kurse werden ehrenamtlich geleitet und zur Zeit durch das Projekt „dazugehören“ koordiniert und betreut.

Über aktuelle Integrationskurse können Sie sich jederzeit telefonisch (unter Tel.: 0431 200 11 50) bei Frau Cemanovic oder Frau Wuhnsen informieren. Eine Anmeldung zum Integrationskurs ist immer montags, dienstags und donnerstags von 10 – 13 Uhr bei Frau Wuhnsen in der ZBBS e.V., Sophienblatt 64a, 1. Stock, möglich.

Leider können wir bis Ende des Jahres keine Anmeldungen mehr für Alphabetisierungskurse entgegennehmen.

Weiterführende Informationen zu den Deutschkursangeboten der ZBBS finden Sie auf diesen Seiten:

Der Integrationskurs

Der Integrationskurs

Jeder Integrationskurs besteht aus einem Sprachkurs und dem Kurs “Leben in Deutschland”. Der allgemeine Integrationskurs umfasst 700 Stunden. Der erste Teil ist der Sprachkurs mit 600 Stunden. Der zweite Teil heißt “Leben in Deutschland”. Er besteht aus 100 Stunden.

Darüber hinaus gibt es Spezialkurse für Menschen, die noch nicht lesen und schreiben können (Alphabetisierungskurs) und Kurse für Jugendliche (Jugendkurs). Sie umfassen jeweils 945 Stunden.

Der Integrationskurs wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert. Für ALG II- und Sozialhilfeempfänger ist der Kurs kostenlos. Erwerbstätige müssen sich in der Regel mit 1,95 € pro Stunde an den Kosten beteiligen.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Antragstellung. Mehr Informationen sowie Formulare finden Sie auf der Internetseite des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Der Sprachkurs

Der Sprachkurs besteht aus einem Basissprachkurs (300 Stunden) und einem Aufbausprachkurs (300 Stunden). Er wird unterteilt in 6 Module zu je 100 Stunden. Die Teilnehmenden können auf Antrag einmalig 300 Stunden wiederholen, wenn sie ordnungsgemäß am Integrationskurs teilgenommen haben, aber in der Sprachprüfung nur das A2-Niveau erreicht haben.

Im Sprachkurs werden wichtige Themen aus dem alltäglichen Leben behandelt, zum Beispiel:

  • Einkaufen/Handel/Konsum
  • Wohnen
  • Gesundheit und Hygiene/menschlicher Körper
  • Arbeit und Beruf
  • Aus- und Weiterbildung
  • Betreuung und Erziehung von Kindern
  • Freizeit und soziale Kontakte
  • Medien und Mediennutzung.

Außerdem lernen Sie, auf Deutsch Briefe und E-Mails zu schreiben, Formulare auszufüllen, zu telefonieren oder sich auf eine Arbeitsstelle zu bewerben. Die Themen variieren, je nachdem welche Kursart Sie besuchen. Am Ende sollen sich die Kursteilnehmenden selbständig ausdrücken und verständigen, sich in der Gesellschaft zurecht finden sowie sich ohne fremde Hilfe informieren und weiter orientieren können.

Der Sprachkurs endet mit der skalierten Sprachprüfung DTZ, dem „Deutsch-Test für Zuwanderer“. Der DTZ ermöglicht den Teilnehmenden, am Ende des Kurses ihre tatsächliche Sprachkompetenz über die Kompetenzstufen A2 bis B1 nachzuweisen.

Der DTZ  besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Um das B1-Zertifikat zu bekommen, muss im Prüfungsteil „Sprechen“ und in einem der beiden anderen Teile „Hören und Lesen“ oder „Schreiben“ das Niveau B1 erreicht werden.

Leben in Deutschland

Die Einheiten zu “Leben in Deutschland” erfolgen im Anschluss an den Sprachkurs. Sie umfassen insgesamt 100 Stunden. In diesem Kurs werden folgende Themenbereiche behandelt:

  • Politik und Demokratie
  • Geschichte und Verantwortung
  • Mensch und Gesellschaft

Der Kurs “Leben in Deutschland” (zuvor: Orientierungskurs) endet mit einem Test.
Besteht man die Sprachprüfung und den Test zu “Leben in Deutschland”, erhält mit dem Zertifikat Integrationskurs eine Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses.

Die Integrationskurse werden als Teilzeitkurse mit 16 bzw. 20 Wochenstunden angeboten. Über aktuelle Kurse können Sie sich jederzeit telefonisch bei Frau Cemanovic oder Frau Wuhnsen informieren.

Mehr Informationen zu Integrationskursen in Deutschland allgemein erhalten Sie auf der Internetseite des BAMF.

Der Alphabetisierungskurs

Der Alphabetisierungskurs umfasst 900 Stunden – wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind weitere 300 Stunden. Im Alphabetisierungskurs

  • lernen Sie lesen und schreiben in lateinischer Schrift
  • Deutsch sprechen und verstehen
  • wird in kleinen Gruppen gelernt
  • hat die Lehrkraft mehr Zeit für Sie
  • lernen Sie, wie man leichter lernen kann
  • und wie Sie sich gegenseitig helfen können

 

Deutschkurse für Geflüchtete

Deutschkurse für Geflüchtete

Sprache ist der Schlüssel zur Integration! Geflüchtete jedoch, die auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten, haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Förderung eines Integrationskurses, selbst wenn das Asylverfahren mehrere Jahre dauert. Das Gleiche gilt für Menschen, die mit einer Duldung in Deutschland leben und keine feste Aufenthaltserlaubnis haben.

Doch die meisten Asylbewerber*innen und geduldeten Geflüchteten können die Kosten für einen Deutschkurs nicht aufbringen. Die Betroffenen erhalten öffentliche Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die knapp unter dem HartzIV Satz liegen. Hiervon müssen Essen, Kleidung und alle weiteren Ausgaben bezahlt werden. Ohne die Möglichkeit, sich über Sprache zu verständigen, können kaum Kontakte geknüpft werden. Der Alltag wird ohne Sprachkenntnisse zum Hindernisslauf.

Die ZBBS e.V. hat bereits ab Mitte 2010 zunehmend Anfragen von Geflüchteten, die unbedingt schnell Deutsch lernen wollen um sich besser im Leben in Deutschland zurechtfinden zu können. In Kooperation mit anderen Organisationen und vor allem durch das Engagement vieler Freiwilliger sowie einigen Spendenaufrufen konnten die ersten Deutschkurse stattfinden.

Zur Zeit werden die Kurse für Menschen mit ungesichertem Aufenthalt durch das Projekt „dazugehören“ in der ZBBS e.V. koordiniert und betreut. In dem, von Aktion Mensch geförderten, Projekt unterrichten Freiwillige, die durch zwei hauptamtliche Mitarbeiter*innen unterstützt werden. Nähere Informationen zum Projekt „dazugehören“ finden Sie unter Projekte - Projekt dazugehören.

ESF-BAMF-Programm

Im Rahmen des ESF-BAMF-Programms wird Deutschunterricht mit beruflicher Qualifizierung und der Möglichkeit, einen Beruf durch ein Praktikum besser kennenzulernen, verbunden.

Der Deutschunterricht vermittelt Grammatik, Wörter und Redewendungen, die in der Arbeitswelt benötigt werden - beispielsweise, um kompetent mit Kolleg*innen, Kund*innen oder Vorgesetzten sprechen zu können. Dazu werden Sprachkurse auf verschiedenen Niveaus - von A2 bis B2 - angeboten. Neben dem Schreiben von E-Mails und Briefen vermittelt der Deutschunterricht aber auch allgemeine Sprachkenntnisse für das Berufsleben.

Der Qualifizierungs-Teil dieses Programms besteht in der Regel aus folgenden Teilen:

  • Fachunterricht
  • Praktikum
  • Betriebsbesichtigungen

Diese drei Teile der Qualifizierung richten sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmenden: Was wissen sie bereits? Was möchten sie noch lernen?

Weitere Informationen zum ESF-BAMF-Programm finden Sie auf der Homepage des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

DeuFöV

Sprachkurse, die im Rahmen der neuen berufsbezogenen Deutschförderung gem. § 45 a (DeuFöV) angeboten werden können, bauen unmittelbar auf den Integrationskursen auf. In den Integrationskursen lernen Zugewanderte die deutsche Alltagssprache. In daran anschließenden berufsbezogenen Sprach- und Weiterqualifizierungsmodulen des DeuFöV-Programms werden arbeitssuchende Migrant*innen und Geflüchtete kontinuierlich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet - vor allem durch berufsbezogene Deutschsprachförderung, aber auch durch Spezialmodule, deren Schwerpunkt auf fachspezifischen Inhalten liegt.

Seit 2016 ergänzt das DeuFöV-Programm das ESF-BAMF-Förderprogramm. Auch in der ZBBS werden in den kommenden Monaten Sprachkurse im Rahmen der neuen berufsbezogenen Deutschförderung gem. § 45 a (DeuFöV) angeboten. Weitere Informationen dazu finden Sie bald an dieser Stelle.

Einen Überblick zur berufsbezogenen Sprachförderung gem. § 45a finden Sie auf der Homepage der Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.