Bezahlkarte? NRW sagt zunehmend Nein.
In Nordrhein-Westfalen haben sich inzwischen 198 von 396 Kommunen (50 %) gegen die Einführung der Bezahlkarte entschieden. Diese Städte und Gemeinden repräsentieren rund 60 % der Bevölkerung – und damit auch einen großen Teil der Geflüchteten.
Die Entwicklung zeigt klar:
Immer mehr Kommunen erkennen, dass die Bezahlkarte keine Vorteile, aber viele Nachteile bringt.
Warum lehnen so viele Kommunen ab?
- Mehr Bürokratie statt Entlastung
- Zusätzlicher Personalaufwand
- Hohe Kosten für Kommunen
- Einschränkungen & Diskriminierung für Geflüchtete
Die Zahlen sind deutlich:
- 866 zusätzliche Stellen bundesweit nötig
- ca. 86 Mio. € Personalkosten
- plus 68 Mio. € für Kartenanbieter
- Insgesamt rund 150 Mio. € Mehrkosten
Jede Kommune, die sich gegen die Bezahlkarte entscheidet, spart also Geld – für den Haushalt und für alle Steuerzahler*innen.
Unser Fazit:
Die Entscheidung vieler Kommunen in NRW ist ein wichtiges Signal – für mehr Effizienz, weniger Bürokratie und mehr Teilhabe.
Gleichzeitig bedauern wir sehr, dass es in Schleswig-Holstein aktuell keine Möglichkeit für Sozialämter gibt, die Ausgabe der Bezahlkarte zu verweigern.
Die daraus entstehende zusätzliche finanzielle Belastung für die Kommunen sehen wir kritisch und bedauern sie ausdrücklich.
Danke an alle Kommunen, die verantwortungsvoll entscheiden – im Sinne von Menschlichkeit und wirtschaftlicher Vernunft.
