In Erinnerung an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili-Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin und Ibrahim Akkuş.
Am 19.02.2020 starben neun Menschen bei einem rassistischen Terroranschlag in Hanau. In diesem Jahr, am 10. Januar 2026, starb Ibrahim Akkuş an den Spätfolgen der Schussverletzungen.
Der Täter hat in der Arena-Bar achtmal auf ihn geschossen. Ibrahim Akkuş musste danach monatelang im Krankenhaus bleiben und mehrmals operiert werden. Danach war er auf einen Rollstuhl angewiesen und konnte immer seltener sein Krankenbett verlassen. Seine Frau und Tochter haben ihn mit großer Hingabe gepflegt. Ibrahim Akkuş litt nach wie vor unter den traumatischen Ereignissen vom Februar 2020.
Ibrahim Akkuş hatte vor dem 19.02.2020 wegen Diabetes ein Bein verloren und trug eine Prothese. Trotzdem war er mit seinem Rollator immer noch sehr mobil.
„Vor dem Angriff war ich überall zu Fuß unterwegs, und an dem Tag des Anschlags war ich sogar in Frankfurt spazieren.“
Seit über 40 Jahren lebte Ibrahim Akkuş in Hanau und er sagte nach dem rassistischen Anschlag:
„Ich dachte, das ist ein demokratisches Land. Niemand würde uns umbringen.“
Wir werden ihn nie vergessen.
Erinnern heißt verändern.
Erinnern heißt handeln.
Erinnern heißt kämpfen.
Erinnern heißt, zusammenzukommen und aufeinander achtzugeben.
SAY THEIR NAMES.
Immer.
Überall.
Auch in Kiel wird eine Gedenkveranstaltung stattfinden: @embipoc lädt am Donnerstag, den 19.02.2026, um 19 Uhr zum Asmus-Bremer-Platz ein.
