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Start des 1. Intensivkurses “Fit für die Ausbildung”!

Junge Geflüchtete mit unsicherer Bleibeperspektive haben nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten des Spracherwerbs, häufig sind sie auf ehrenamtliche Angebote angewiesen.

Viele Geflüchtete nehmen die an sie gestellten Integrationsanforderungen und Herausforderungen an und bemühen sich aller Widrigkeiten, wie dem unsicheren Aufenhalt, schlechter Wohnsituation oder den mangelnden offiziellen Förderangeboten zum Trotz um Ausbildung und Arbeit.

Insbesondere der Erwerb von höheren Sprachkenntnissen über das Niveau B1 hinaus ist nur als Selbstzahler oder im Selbststudium möglich, da der Zugang zu offiziellen Kursen der Zielgruppe verwehrt bleibt.

Das Projekt “KOALA – Kontakt- und Anlaufstelle für junge Geflüchtete” unterstützt junge erwachsene Geflüchtete dabei ihre Ausbildungsfähigkeit und Ausbildungsvoraussetzung zu verbessern.

Der Intensivkurs “Fit für die Ausbildung” bereitet junge Geflüchtete zwischen 18 und 27 Jahren sprachlich auf die Herausforderungen einer Ausbildung vor. Der Kurs startet auf dem Niveau A2 und strebt als Ziel B1+/B2 an. Beginn des ersten Kurses “Fit für die Ausbildung” ist am 23.10.2018 in der ZBBS e.V.

Der Kurs “Fit für die Ausbildung” wird angeboten vom Projekt “KOALA”, gefördert von Aktion Mensch und der Peter-Petersen-Stiftung, sowie mit freundlicher Unterstützung durch den Lions Club Kiel-Baltic.

Kontakt zum Projekt KOALA:
Enno Schöning & Anne Walther-Rothe
ZBBS e.V.
Sophienblatt 64, 24114 Kiel
schoening@zbbs-sh.de / walther-rothe@zbbs-sh.de

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Nicht in unserem Namen!

Aushöhlung geltender Grund- und Menschenrechte:

NICHT IN UNSEREM NAMEN!

Die ZBBS unterstützt die Kamagne “Nicht in unserem Namen!”. Am 25. August 2018 wurde hierzu eine Anzeige in der SHZ geschaltet:

 

 

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DTZ-Prüfung geschafft!

Die Schüler*innen aus verschiedenen ehrenamtlich geführten Deutschkursen haben den Deutschtest für Zuwanderer (DTZ) absolviert.

Wir gratulieren den Schüler*innen zu Ihren A2 und B1 Zertifikaten und bedanken uns herzlich für den Einsatz der Lehrer*innen!

Projekt KOALA & Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

 
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Seebrücke – Schafft sichere Häfen!

DEMONSTRATION | Samstag 4.8. um 13 Uhr | Hauptbahnhof Kiel

netzwerk antirassistische aktion kiel [nara] & kiel gegen abschiebungen:

Seebrücke – schafft sichere Häfen

Flucht ist kein Verbrechen! 68,5 Millionen Menschen sind weltweit aufgrund von Kriegen, Verfolgung, Folter und Armut (u.a.) auf der Flucht. Allein in den letzten Monaten starben mindestens 1400 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer. Der europäische Lebensstandard ist verantwortlich für eine Vielzahl der der genannten Fluchtgründe. Doch anstatt Verantwortung zu übernehmen, wird seit über einem Monat jegliche zivile Seenotrettung komplett blockiert und die Helfer*innen kriminalisiert.
Seit über einem Monat protestieren immer mehr Menschen gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik der Abschottung und demonstrieren für Menschenrechte und Humanität. Wir können nicht länger dabei zuschauen, wie die EU den Tod unzähliger Geflüchteter im Meer und an den Grenzen billigend in Kauf nimmt. Das Sterben im Mittelmeer muss sofort beendet werden!

Solidarisch mit der Bewegung Seebrücke und dem am 4.8. europaweit stattfindenden Day Orange wollen wir in Kiel auf die Straße gehen und zeigen: Wir fordern sichere Fluchtwege, Entkriminalisierung der Seenotrettung und sichere Zufluchtsorte für geflüchtete Menschen.

Fähren statt Frontex!
Seenotrettung statt Abschottung!
Solidarity-City statt Rüstungsindustrie in Kiel!

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Aktion Farbe bekennen für Solidarität mit flüchtenden Menschen:

Trage ein orangefarbenes Bändchen um den Arm, Tuch um den Hals, Mütze, Hut…häng eine orangefarbene Fahne, Wimpel, Bänder an deinen Balkon, dein Boot, dein Fahrrad, dein Auto, deine Straßenlaterne, in deine Stadt und zeige, dass du für sichere Fluchtwege und Seenotrettung bist.

Während der Demonstration wird es die Möglichkeit geben Blumen in die Hörn zu geben. Des Weiteren wollen wir auf der Abschlusskundgebung vor dem Rathaus symbolisch eine „Kette der Solidarität“ bilden und die Stadt Kiel auffordern sich zu solidarisieren und sich bereit zu erklären Geflüchtete aufzunehmen.

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netzwerk antirassistische aktion kiel [nara] & kiel gegen abschiebungen

Die Demo startet am Bahnhof, macht eine Runde um die Hörn und läuft dann über die Holstenstraße zum Rathaus.

Unterstützt von:

Afrin Plattform Kiel
borderline europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.
Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein
Föderation der ArbeitsimmigrantInnen in Deutschland e.V. – AGIF Kiel
Kneipenkollektiv hansa48
Kurdische Frauengruppe Jiyana Jin
Kurdische Kulturschule Kiel e.V.
Kurdistan Solidaritätskomitee Kiel
Ladiyfest kiel – freiraum feminismus popkultur
Nav-Dem Kiel
Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel

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Gegendarstellung zum FAZ-Artikel “Jeder Zweite scheitert am Deutschtest”

Hier finden Sie eine Gegendarstellung zum Artikel “Jeder Zweie scheitert am Deutschtest” von Christoph Schäfer, welcher in der faz online vom 29.04.2018 zu lesen ist.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/fluechtlinge-jeder-zweite-scheitert-am-deutschtest-15565140.html

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Lehrkräfte in Deutschkursen für Zuwanderer mit mehrjähriger Berufserfahrung und haben uns über den oben genannten Artikel sehr geärgert, da er die Realität verzerrt und auf irreführende Art darstellt. Daher möchten wir einige Behauptungen und Angaben von Herrn Schäfer richtigstellen:

Eingangs behauptet Herr Schäfer, dass es ein „niedrig gehängtes Ziel“ sei, nach 600 Unterrichtsstunden die deutsche Sprache auf B1-Niveau zu beherrschen. Dies zeugt von sehr geringer Sachkenntnis, denn in B1 ist bereits fast die komplette deutsche Grammatik enthalten und in der Prüfung sollen Texte wie z.B. Beipackzettel von Medikamenten oder Gebrauchsanleitungen verstanden und formelle Briefe verfasst werden. Damit ist auch ein nicht geringer Prozentsatz der deutschen Muttersprachler überfordert.

Weiterhin gilt es zu bedenken, dass die Muttersprachen vieler Zuwanderer, wie z.B. Arabisch oder Tigrinisch, nicht mit dem Deutschen verwandt sind. Eine verwandte Sprache, etwa Englisch oder Französisch, ist beispielsweise für Deutsche zumindest für Urlaubszwecke schnell erlernbar; bei Russisch wird diese Stufe im Schulunterricht bei Weitem nicht erreicht. Daher möchten wir dem Autor nahelegen, einen Arabischkurs zu besuchen und uns anschließend mitzuteilen, nach wie vielen Stunden er die B1- Prüfung bestanden hat.

Es ist also keineswegs „freundlich ausgedrückt“, die Sprachkurse als „nicht sonderlich erfolgreich“ zu bezeichnen, sondern sachlich schlichtweg falsch. Dass so viele Migranten den Kurs auf Anhieb die Prüfung bestehen, zeugt von hoher Motivation und großem Fleiß. Ferner sind die diesbezüglichen Zahlen der telc anders; hier spricht man von 65% bestandenen Prüfungen.

Der von Herrn Schäfer zitierte „sehr wohlmeinende Schulleiter“ einer VHS hat zwar versucht, ihm die Schwierigkeiten der Kursteilnehmenden zu erklären, aber bei „kritischerem Hinsehen“ fällt dem Autoren auf, dass es bei den Kursen der Bundesagentur für Arbeit „desaströse“ Zustände gebe und die Teilnehmenden den Kursen fernblieben. Hier vermischt Herr Schäfer zwei völlig verschiedene Kursarten und kommt so zu einer gravierenden Fehlinterpretation dessen, was sein kritischer Blick ihm zeigt:

Es gibt, wie überall in der Wirtschaft, seriöse und unseriöse Anbieter. Die überwiegende Zahl der Sprachkursträger, wie die Volkshochschulen, AWO oder regionale Kleinanbieter verfügt über langjährige Erfahrungen im Deutschunterricht und legt hohen Wert auf solide qualifizierte Lehrkräfte und darauf, die Kursteilnehmer optimal auf ihren Alltag in Deutschland vorzubereiten. Hier gibt es garantiert keine gefälschten Teilnehmerlisten, keine halb leeren Klassenräume, keine Schüler, die mit dem Kopf auf dem Tisch schlafen (wie in Ihrem Foto)und auch keine Lehrkräfte, die froh darüber sind, wenn nur wenige Schüler ihren Kurs besuchen.

Für die Kurse der Bundesagentur für Arbeit, die als schnelle Reaktion auf die rasant gestiegene Nachfrage seit Winter 2015 reagieren sollten, gab es jedoch keine verbindlichen Qualitätskriterien (wie Herr Schäfer selbst anmerkt), sodass in diesem Moment auch einige „schwarze Schafe“ auf den Markt drängten. Hier ist es offenbar zu Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen gekommen, und der Erfolg der Kursteilnehmenden mag hier auch nicht immer als das wichtigste Ziel angesehen worden sein. Wenn nun bei den untersuchten 528 Kursen viele Teilnehmer fernblieben, so mag das eventuell auch daran gelegen haben, dass diese Kurse einfach schlecht und wenig durchdacht waren.

Herr Schäfer zieht aus der Untersuchung der BA- Kurse jedoch ein Fazit für alle Kurse, nämlich, dass „…Eigenmotivation auf der einen Seite und Nächstenliebe auf der anderen nicht ausreichen, um für erfolgreiche Sprachkurse zu sorgen.“ Das müssen sie auch gar nicht – die Sprachkursträger haben deutlich mehr als „Nächstenliebe“, nämlich Erfahrung und hohe Qualifikation, anzubieten.

Über die vom BAMF geförderten Kurse hat er zwar weder Untersuchungen noch Zahlen, auf die er sich stützen könnte, dafür behauptet er jedoch mutig, dass das System der Kursdokumentation und -abrechnung zu Betrug einlüden. Bei Nachfragen zur Anwesenheit stoße man auf „eine Mauer des Schweigens“. Hiermit möchten wir Herrn Schäfer herzlich dazu einladen, bei uns nachzufragen, wir geben ihm gern Auskunft. Der von ihm angeführte „Extremfall“ kann jedenfalls durch zahlreiche „Normalfälle“ ausgewogen werden- falls diese den Autor wirklich interessieren. Abwesenheitsquoten von zwanzig bis fünfzig Prozentgibt es bei uns jedenfalls höchstens während einer Grippewelle. Und das, obwohl die Jobcenter und Ausländerbehörden bei der Terminvergabe in der Regel keinerlei Rücksicht auf die Kurszeiten der Teilnehmenden nehmen.